Rhein-​Kreis Neuss: Auch 2016 keine Erhöhung – Günstige Abfallgebühren seit 20 Jahren

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Auch in die­sem Jahr ist bei der Müllentsorgung im Rhein-​Kreis Neuss keine Erhöhung der Gebühren oder Anlieferentgelte erforderlich. 

Das geht aus der aktu­el­len Gebührensatzung für das Jahr 2016 her­vor, die der Kreistag ein­stim­mig beschlos­sen hat.

Das Abfallwirtschaftskonzept des Rhein-​Kreises Neuss basiert auf einer Rahmenvereinbarung, die er vor mehr als 20 Jahren mit den Städten Krefeld und Mönchengladbach sowie dem Kreis Viersen abge­schlos­sen hatte. Die Stadt Düsseldorf ist eben­falls ein­ge­bun­den. Die Vereinbarung regelt seit­her die gemein­same Nutzung der Entsorgungsanlagen, ins­be­son­dere der Müllverbrennungsanlagen in Krefeld und Düsseldorf. „Dadurch ist es gelun­gen, lang­fris­tige Entsorgungssicherheit zu güns­ti­gen Preisen zu gewähr­leis­ten”, berich­tet Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky. Auf eine eigene Müllverbrennung habe der Rhein-​Kreis Neuss daher ver­zich­ten können.

Die prak­ti­sche Umsetzung des Abfallwirtschaftskonzepts erfolgt im Wesentlichen auf der Grundlage eines seit dem 1. Januar 1997 lau­fen­den Vertrags zwi­schen dem Rhein-​Kreis Neuss und der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH (EGN). Alle getrennt ange­lie­fer­ten Wertstoffe – zum Beispiel Bioabfall – wer­den einer ord­nungs­ge­mä­ßen Verwertung zuge­führt. Der nicht ver­wert­bare Müll wird sor­tiert und auf­be­rei­tet. Nur eine mög­lichst kleine Menge lan­det dadurch in den Müllverbrennungsanlagen. Nicht brenn­bare Abfälle kom­men auf die Deponie bei Grefrath.

Nach 20 Jahren wird der Entsorgungsvertrag des Kreises mit der EGN zum 31. Dezember 2016 weit­ge­hend enden. Nur der Deponiebetrieb wird aus prak­ti­schen und Gewährleistungsgründen durch die EGN fort­ge­setzt, damit diese den aktu­el­len Deponieabschnitt noch abschlie­ßen kann. Die Abfallgebühren für 2016 sind die letz­ten, die auf der Grundlage die­ses Entsorgungsvertrages beschlos­sen wurden.

Im Rückblick zei­gen sich Kreisverwaltung und Kreispolitik zufrie­den mit dem zum Jahresende aus­lau­fen­den Vertrag. „Im regio­na­len Vergleich zähl­ten die Abfallgebühren des Kreises durch­ge­hend zu den güns­tigs­ten in der Region”, betont dazu Umweltdezernent Mankowsky. Die ver­trag­li­che Steigerung der ver­ein­bar­ten Preise betrug über 20 Jahre ins­ge­samt nur 6,9 Prozent. Zum Vergleich: Der all­ge­meine Verbraucherpreisindex ist nach den Daten des Statistischen Bundesamtes in den letz­ten 20 Jahren um 33% gestiegen.

Die Rekultivierung und eine 30-​jährige Nachsorge der ver­füll­ten Deponien in Gohr und Frimmersdorf sowie der akti­ven Deponie in Neuss-​Grefrath sind eben­falls gesi­chert. Die dazu erfor­der­li­chen Mittel wur­den und wer­den ver­ur­sa­cher­ge­recht mit den Deponieentgelten ein­ge­nom­men und zurück­ge­stellt bis sie benö­tigt wer­den. Aktuell hat der Kreis für die Rekultivierung und Nachsorge sei­ner Deponien Rückstellungen und Bürgschaften von ins­ge­samt etwa 55,5 Mio. Euro vor­lie­gen. Diese Rückstellungen sind gebun­den und kön­nen nur für die Deponien ein­ge­setzt werden. 

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