Rhein-​Kreis Neuss: Matthias Hoeren – Der erste Landrat des Kreises wäre 100 Jahre alt geworden

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Rhein-​Kreis Neuss – Einer der Gründerväter des heu­ti­gen Rhein-​Kreises Neuss wäre am 7. Januar 100 Jahre alt geworden: 

Matthias Hoeren amtierte von 1961 bis 1989 als Landrat der Kreise Grevenbroich bezie­hungs­weise Neuss und hat das Zusammenwachsen der acht Städte und Gemeinden an Rhein und Erft maß­geb­lich geprägt.

Matthias Hoeren war bereit und in der Lage, die kom­mu­nale Neugliederung beherzt für einen Blick über die eige­nen Grenzen zu nut­zen. Er hat damit ent­schei­dend dazu bei­getra­gen, dass wir heute eine starke Gemeinschaft an einem star­ken Standort sind“, so Hans-​Jürgen Petrauschke, der heu­tige Landrat. Unermüdlich habe Hoeren in poli­ti­schen, bür­ger­schaft­li­chen und kirch­li­chen Gremien mit­ge­ar­bei­tet. Und bei allem Ansehen sei er stets ein beschei­de­ner Mensch geblie­ben – „ver­wur­zelt in der Heimat, ver­bun­den mit den Menschen“. Petrauschke wird am Gedenktag mit sei­nem ers­ten Stellvertreter Dr. Hans-​Ulrich Klose Hoerens Grab auf dem Korschenbroicher Waldfriedhof besuchen.

Matthias Hoeren amtierte von 1961 bis 1989 als Landrat der Kreise Grevenbroich beziehungsweise Neuss und wäre am 7. Januar 100 Jahre alt geworden. Foto: Rhein-Kreis Neuss
Matthias Hoeren amtierte von 1961 bis 1989 als Landrat der Kreise Grevenbroich bezie­hungs­weise Neuss und wäre am 7. Januar 100 Jahre alt gewor­den. Foto: Rhein-​Kreis Neuss

Matthias Hoeren erblickte am 7. Januar 1916 das Licht der Welt und ver­starb 1997. Nach dem Schulbesuch war er als Landwirt in Raderbroich tätig. Dem Rat der Gemeinde Korschenbroich gehörte er ab 1948 an. Ab 1950 lei­tete er den CDU-​Ortsverband Korschenbroich-​Pesch. Von 1952 bis 1975 war er Bürgermeister der Gemeinde Korschenbroich. Dem Kreistag des dama­li­gen Kreises Grevenbroich gehörte er von 1952 bis zur Gebietsreform 1974 an, dem des Kreises Neuss von 1975 bis 1989. Ein von Dieter Patt, einem sei­ner Nachfolger, geschaf­fe­nes Denkmal in Korschenbroich erin­nert an Hoerens viel­fäl­ti­ges Wirken auf einem nach ihm benann­ten Platz.

Für Band 5 der Buchreihe „Lebensbilder aus dem Kreis Neuss“ hat sich Dr. Hans-​Ulrich Klose aus­führ­lich mit Leben und Werk Matthias Hoerens beschäf­tigt. Er erin­nert daran, dass Hoeren fünf­mal fast aus­nahms­los mit den Stimmen aller Parteien zum Landrat gewählt wurde: „Dies war ein unge­wöhn­li­cher Vertrauensbeweis für einen ehren­amt­lich täti­gen Kommunalpolitiker. Ein sol­cher, viel­fach wie­der­hol­ter Vertrauensbeweis hat Gewicht. Dies war ein äußerst sel­te­ner Vorgang in der deut­schen Kommunalgeschichte.“ Kloses Fazit fällt denn auch ein­deu­tig aus: „Er (Hoeren) hat das Amt des Landrats mit der ihm eige­nen Souveränität, die aus natür­li­cher Herzlichkeit, mensch­li­cher Wärme und cha­rak­ter­li­cher, vor allem poli­ti­scher Geradlinigkeit erwächst, aus­ge­übt. Er hat dem Amt des Landrats die Würde ver­lie­hen, die allein öffent­li­che Anerkennung bewirkt.“ 

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