Dormagen: Straßenblockade vor Flüchtlingsunterkunft

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Zu einer kurz­zei­ti­gen Protestaktion kam es am gest­ri­gen Dienstag gegen 13.30 Uhr vor der Flüchtlingsunterkunft an der Beethovenstraße. Rund 20 Bewohner waren mit ihrer Unterbringung in einer Turnhalle nicht ein­ver­stan­den und blo­ckier­ten etwa zehn Minuten lang die Fahrbahn.

Die Unmutsbekundung ver­lief völ­lig fried­lich“, berich­tet Bürgermeister Erik Lierenfeld. In Gesprächen mit städ­ti­schen Mitarbeitern konnte die Situation rasch geklärt wer­den. „Wir haben den betei­lig­ten Flüchtlingen deut­lich gemacht, dass die Sperrung der Straße nicht akzep­ta­bel ist. Ich habe aber Verständnis dafür, dass die Unterbringung in einer Turnhalle vor allem für Familien sehr belas­tend ist“, so der Bürgermeister. Ein Stadtbus wurde durch die Protestaktion kurz­zei­tig aufgehalten.

Derzeit beher­bergt die Stadt 76 Flüchtlinge in der Sporthalle an der Beethovenstraße. „Unser Ziel ist, die dor­tige Landesnotunterkunft schnellst­mög­lich zu räu­men, sodass die Halle wie­der für den Schul- und Vereinssport bereit­steht“, sagt Lierenfeld.

Mit dem Bayer-​Tochterunternehmen Covestro ver­han­delt die Stadt dar­über, das ehe­ma­lige Mitarbeiter-​Wohnheim C 29 wei­ter für die Unterbringung von Flüchtlingen nut­zen zu kön­nen. Bisher ist hier eben­falls über­gangs­weise eine Notunterkunft des Landes eingerichtet.

Wenn das Gebäude wei­ter für bis zu 200 Menschen zur Verfügung stünde, würde uns das sehr bei der Lösung der Unterbringungsprobleme hel­fen“, sagt der zustän­dige Erste Beigeordnete Robert Krumbein.

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