Dormagen: Der Prozess – Kafkas bekann­tes­tes Werk als Bühnenfassung

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Mit dem Schauspiel „Der Prozess“ von Franz Kafka setzt das städ­ti­sche Kulturbüro seine Theater-​Saison in der Aula des Dormagener Bettina-​von-​Arnim-​Gymnasiums (BvA) fort. 

Das Rheinische Landestheater (RLT) zeigt Kafkas bekann­tes­ten Roman am Mittwoch, 20. Januar, um 20 Uhr, in einer eigen­wil­li­gen Bühnenfassung. Sechs Schauspieler, von denen einige in meh­rere Rollen schlüp­fen, beleuch­ten Kafkas Vision einer sinn­ent­leer­ten Welt, die ihren eige­nen Regeln folgt.

Das Kulturbüro bie­tet zu die­sem Abend eine um 19.15 Uhr begin­nende Einführung an. RLT-​Dramaturgin Alexandra Engelmann infor­miert in etwa 20 Minuten über Details und Hintergründiges zu dem Werk, das Bestandteil des Zentralabiturs ist. Einlass in die BvA-​Aula ist bereits um 19 Uhr.

Foto: Björn Hickmann/Stage Pictures
Foto: Björn Hickmann/​Stage Pictures

Zum Inhalt: Josef K. scheint in einem Albtraum fest­zu­ste­cken. An sei­nem 30. Geburtstag wird er plötz­lich ver­haf­tet. Weder zu die­sem noch zu irgend­ei­nem ande­ren Zeitpunkt erfährt er, was er sich hat zu Schulden kom­men las­sen. Gegen ihn wird ein Prozess ange­strengt, doch es erfolgt keine regu­läre Anklage. K. darf sogar sein – wie er es nennt – geord­ne­tes Leben wei­ter­füh­ren. Dennoch muss er sich stän­dig zur Verfügung hal­ten. Der Prozess frisst sich immer tie­fer in K.s Denken und Handeln, die Situationen, in die er hin­ein­ge­rät, wer­den zuneh­mend absur­der – er fühlt sich bedroht. Wer ist das Gericht? Wer sind seine Repräsentanten? Und was wol­len sie von ihm? Hat er über­haupt einen Einfluss auf das Verfahren? K. ver­hed­dert sich mehr und mehr in den undurch­schau­ba­ren Strukturen. Passiert das tat­säch­lich oder bil­det er sich alles ledig­lich ein? Und gibt es einen Ausweg für ihn?

Die Inszenierung kon­zen­triert sich auf die skur­ri­len und gro­tes­ken Momente in Kafkas Roman, wel­che sich nicht nur in den Situationen, son­dern auch in K.s Verhalten fin­den las­sen. Da ihm keine Möglichkeit gege­ben wird, zu ver­ste­hen, was mit ihm geschieht und vor allem durch wen, kann er nie ange­mes­sen reagie­ren. K. droht, zuneh­mend den Verstand zu verlieren.

Für das Stück sind noch 50 Karten zum Preis von 16,50 Euro und 8,80 Euro (ermä­ßigt) aus­schließ­lich im Kulturbüro an der Langemarkstraße 1–3 in Dormagen erhält­lich. Die Karten kön­nen im Kulturbüro auch bestellt wer­den: Tel. 02133/257–338, E‑Mail: kulturbuero@stadt-dormagen.de

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