Dormagen: Weihnachtsgrußwort des Bürgermeisters

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Dormagen – Liebe Dormagenerinnen und Dormagener! - An Weihnachten möchten wir alle gern bei unseren Familien und bei guten Freunden sein.

In diesem Jahr denken wir besonders auch an die Menschen, denen dies nicht möglich ist, weil sie aus ihrer Heimat fliehen mussten. Im zurückliegenden Jahr ist die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden in Dormagen von rund 250 auf über 1000 gewachsen. Wir haben diese Herausforderung dank der überragenden Hilfsbereitschaft unserer Bevölkerung bisher sehr gut bewältigen können.

Ich denke dabei nicht nur an die unzähligen Kleider- und Sachspenden. Weit mehr als 100 Dormagener sind inzwischen auch als ehrenamtliche Paten und ständige Helfer in der Flüchtlingsbetreuung aktiv. So konnten wir beispielsweise flächendeckend Begegnungsstätten unter dem Namen „Café Grenzenlos“ einrichten, in denen Sprachförderung und Orientierungshilfe für den Alltag stattfindet.

Dieses bürgerschaftliche Engagement ist weit über unsere Stadtgrenzen hinaus vorbildlich. Mit einem solchen Zusammenhalt werden wir auch die weiteren Anforderungen bei der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen bewältigen. Auf der europäischen Ebene benötigen wir dringend Lösungen, um den Zustrom von Asylsuchenden künftig zu begrenzen. Das ändert aber nichts an der persönlichen Notsituation der Menschen, die bei uns ankommen. Von dieser Not konnte auch ich mich in vielen Stunden, die ich in den neu eingerichteten Unterkünften verbracht habe, überzeugen. Hier zu helfen ist ein Gebot der christlichen Nächstenliebe.

Wenn man von Kriegen und den schrecklichen Terroranschlägen des IS absieht, die uns alle auch in Deutschland bedrückt haben und große Sorgen bereiten, ist 2015 ein gutes Jahr für unsere Stadt gewesen. Unsere Wirtschaft floriert. Das merken wir daran, dass das Gewerbesteueraufkommen rund 25 Prozent über dem ursprünglichen Ansatz der Stadt liegt. Leider hat es aber bei weitem noch nicht die Höhe erreicht, die wir in der Vergangenheit vor steuerrechtlichen Veränderungen hatten. Die Arbeitslosigkeit bewegt sich bei uns nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau. Trotz knapper finanzieller Spielräume konnten wir wichtige Investitionen für die Zukunft unserer Stadt vornehmen.

So konnten wir beim Sanierungsprogramm für unsere Sportstätten den Umbau des Hallenbades in Dormagen und die Erneuerung der Sportanlage in Zons in Angriff nehmen. Mit der Neugestaltung des Dorfangers in Horrem hat das große Projekt „Soziale Stadt“ begonnen, bei dem insgesamt mehr als sechs Millionen Euro in die Modernisierung des Stadtteils fließen werden. Hier beteiligen sich auch die Bürger intensiv an der Planung und Umsetzung.

Durch unsere städtische Tochter evd wird gemeinsam mit Netcologne der Ausbau schnellerer Internetverbindungen im Stadtgebiet vorangetrieben. Für das kommende Jahr hat der Rat der Stadt Dormagen jetzt einen Haushalt beschlossen, der einen Überschuss ausweist. Damit können wir schon erheblich früher als bisher erwartet die Haushaltssicherung verlassen. Auch das ist ein Grund, optimistisch in die Zukunft zu sehen.

Zu meinen persönlichen Highlights des Jahres 2015 gehören die beiden großen Hilfsaktionen für Bodo Pretzer und Bennett. „Das Wertvollste einer Stadt sind ihre Menschen“, heißt es. An diesen Hilfsaktionen können wir ermessen, wie wertvoll viele Menschen in Dormagen mit ihrem immer wieder herausragenden Engagement für unser Gemeinwesen sind. Ebenso gerne erinnere ich mich an das tolle Fest zum 40. Geburtstag unserer Stadt im Rahmen des Michaelismarktes und an unser deutsch-israelisches Städtepartnerschaftsjubiläum, bei dem wir die bislang größte Besuchergruppe aus Kiryat Ono empfangen konnten. Gerne habe ich auch mit unseren Säbelfechtern nach ihrem Mannschafts-Gold bei der Europameisterschaft oder den beiden Silber- und Bronzemedaillen von Max Hartung bei der EM und der WM gejubelt. Das waren glückliche Momente, die wir gemeinsam genießen konnten.

Ihnen allen wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und viel Glück, Gesundheit und Erfolg für 2016. Auf dass es auch für unsere Stadt wieder ein gutes Jahr wird.

Erik Lierenfeld

Bürgermeister

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