Dormagen: Weihnachtsgrußwort des Bürgermeisters

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Liebe Dormagenerinnen und Dormagener! – An Weihnachten möch­ten wir alle gern bei unse­ren Familien und bei guten Freunden sein. 

In die­sem Jahr den­ken wir beson­ders auch an die Menschen, denen dies nicht mög­lich ist, weil sie aus ihrer Heimat flie­hen muss­ten. Im zurück­lie­gen­den Jahr ist die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden in Dormagen von rund 250 auf über 1000 gewach­sen. Wir haben diese Herausforderung dank der über­ra­gen­den Hilfsbereitschaft unse­rer Bevölkerung bis­her sehr gut bewäl­ti­gen können.

Ich denke dabei nicht nur an die unzäh­li­gen Kleider- und Sachspenden. Weit mehr als 100 Dormagener sind inzwi­schen auch als ehren­amt­li­che Paten und stän­dige Helfer in der Flüchtlingsbetreuung aktiv. So konn­ten wir bei­spiels­weise flä­chen­de­ckend Begegnungsstätten unter dem Namen „Café Grenzenlos“ ein­rich­ten, in denen Sprachförderung und Orientierungshilfe für den Alltag stattfindet.

Dieses bür­ger­schaft­li­che Engagement ist weit über unsere Stadtgrenzen hin­aus vor­bild­lich. Mit einem sol­chen Zusammenhalt wer­den wir auch die wei­te­ren Anforderungen bei der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen bewäl­ti­gen. Auf der euro­päi­schen Ebene benö­ti­gen wir drin­gend Lösungen, um den Zustrom von Asylsuchenden künf­tig zu begren­zen. Das ändert aber nichts an der per­sön­li­chen Notsituation der Menschen, die bei uns ankom­men. Von die­ser Not konnte auch ich mich in vie­len Stunden, die ich in den neu ein­ge­rich­te­ten Unterkünften ver­bracht habe, über­zeu­gen. Hier zu hel­fen ist ein Gebot der christ­li­chen Nächstenliebe.

Wenn man von Kriegen und den schreck­li­chen Terroranschlägen des IS absieht, die uns alle auch in Deutschland bedrückt haben und große Sorgen berei­ten, ist 2015 ein gutes Jahr für unsere Stadt gewe­sen. Unsere Wirtschaft flo­riert. Das mer­ken wir daran, dass das Gewerbesteueraufkommen rund 25 Prozent über dem ursprüng­li­chen Ansatz der Stadt liegt. Leider hat es aber bei wei­tem noch nicht die Höhe erreicht, die wir in der Vergangenheit vor steu­er­recht­li­chen Veränderungen hat­ten. Die Arbeitslosigkeit bewegt sich bei uns nach wie vor auf sehr nied­ri­gem Niveau. Trotz knap­per finan­zi­el­ler Spielräume konn­ten wir wich­tige Investitionen für die Zukunft unse­rer Stadt vornehmen.

So konn­ten wir beim Sanierungsprogramm für unsere Sportstätten den Umbau des Hallenbades in Dormagen und die Erneuerung der Sportanlage in Zons in Angriff neh­men. Mit der Neugestaltung des Dorfangers in Horrem hat das große Projekt „Soziale Stadt“ begon­nen, bei dem ins­ge­samt mehr als sechs Millionen Euro in die Modernisierung des Stadtteils flie­ßen wer­den. Hier betei­li­gen sich auch die Bürger inten­siv an der Planung und Umsetzung.

Durch unsere städ­ti­sche Tochter evd wird gemein­sam mit Netcologne der Ausbau schnel­le­rer Internetverbindungen im Stadtgebiet vor­an­ge­trie­ben. Für das kom­mende Jahr hat der Rat der Stadt Dormagen jetzt einen Haushalt beschlos­sen, der einen Überschuss aus­weist. Damit kön­nen wir schon erheb­lich frü­her als bis­her erwar­tet die Haushaltssicherung ver­las­sen. Auch das ist ein Grund, opti­mis­tisch in die Zukunft zu sehen.

Zu mei­nen per­sön­li­chen Highlights des Jahres 2015 gehö­ren die bei­den gro­ßen Hilfsaktionen für Bodo Pretzer und Bennett. „Das Wertvollste einer Stadt sind ihre Menschen“, heißt es. An die­sen Hilfsaktionen kön­nen wir ermes­sen, wie wert­voll viele Menschen in Dormagen mit ihrem immer wie­der her­aus­ra­gen­den Engagement für unser Gemeinwesen sind. Ebenso gerne erin­nere ich mich an das tolle Fest zum 40. Geburtstag unse­rer Stadt im Rahmen des Michaelismarktes und an unser deutsch-​israelisches Städtepartnerschaftsjubiläum, bei dem wir die bis­lang größte Besuchergruppe aus Kiryat Ono emp­fan­gen konn­ten. Gerne habe ich auch mit unse­ren Säbelfechtern nach ihrem Mannschafts-​Gold bei der Europameisterschaft oder den bei­den Silber- und Bronzemedaillen von Max Hartung bei der EM und der WM geju­belt. Das waren glück­li­che Momente, die wir gemein­sam genie­ßen konnten.

Ihnen allen wün­sche ich ein fro­hes Weihnachtsfest und viel Glück, Gesundheit und Erfolg für 2016. Auf dass es auch für unsere Stadt wie­der ein gutes Jahr wird.

Erik Lierenfeld

Bürgermeister

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