Land und VdW mobi­li­sie­ren leer ste­hende Wohnungen – Online-​Plattform zur Flüchtlingsunterbringung ist gestartet

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Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr teilt mit: Die Zahl der Menschen, die in Deutschland Zuflucht vor Vertreibung und Krieg suchen, ist in die­sem Jahr stark angestiegen.

Um den wach­sen­den Bedarf an Wohnraum zu decken, hat das nordrhein-​westfälische Bauministerium im November eine Wohnungsbauoffensive gestar­tet. Ein Baustein die­ser Strategie stellt die Einrichtung einer Plattform zur Vermittlung von Wohnungen an die Kommunen zur Flüchtlingsunterbringung dar. Bauminister Michael Groschek und Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, haben als Schirmherren den Startschuss für die Seite www​.wohn​raum​karte​.de/​r​e​f​u​g​ees gegeben.

Wir haben in vie­len Städten gute, qua­li­ta­tiv ange­mes­sene Wohnungen, die leer ste­hen und für die Unterbringungen von Flüchtlingen geeig­net sind“, so der nordrhein-​westfälische Bauminister Michael Groschek. „Integration gelingt, wenn aus Fremden Nachbarn wer­den. Wir möch­ten, dass Asylsuchende nach Verlassen der Erstaufnahmeeinrichtungen mög­lichst schnell in den Wohn- und Stadtquartieren eine Heimat finden.“

Das Bauministerium geht davon aus, dass durch den Flüchtlingszuzug in Nordrhein-​Westfalen in den kom­men­den Jahren 200.000 zusätz­li­che Wohnungen benö­tigt wer­den. 80.000 davon sol­len im Bestand gewon­nen wer­den. Die nun gestar­tete Online-​Plattform soll den Kontakt zwi­schen Städten und Vermietern beschleu­ni­gen. VdW-​Verbandsdirektor Alexander Rychter sagte: „Vermieter kön­nen in die neue Datenbank alle Wohnungen ein­stel­len, die für die Nutzung durch Flüchtlinge in Frage kom­men. Städte und Gemeinden kön­nen auf diese Informationen zugrei­fen, die Wohnungen anmie­ten und Asylbewerber darin unterbringen.“

Nicht mehr zeit­ge­mäße Immobilien oder über­teu­erte Angebote wer­den in der Datenbank kei­nen Platz fin­den: Welche Mindeststandards die Wohnungen für die Plattform, die für Vermieter sowie Städte und Kommunen zugäng­lich ist, erfül­len müs­sen, erfah­ren Interessenten unter www​.vdw​-rw​.de sowie www​.mbwsv​.nrw​.de.

Verschiedene Wohnungsunternehmen sowie Städte aus dem Ruhrgebiet nut­zen die Plattform nach dem Start. Grundsätzlich steht die Plattform allen Interessenten offen: „Wir set­zen auch auf die Beteiligung der Privatvermieter und wür­den uns freuen, wenn sie die Online-​Plattform aus­gie­big nut­zen“, so Michael Groschek. „Nordrhein-​Westfalen hat viel Potential. Das Potenzial der leer­ste­hen­den Wohnungen wol­len wir jetzt mobilisieren.“

Für die Städte soll die Wohnraumkarte den Verwaltungsaufwand sen­ken. „Das Online-​Angebot bie­tet Übersichtlichkeit und eine schnelle Vergleichbarkeit von Angeboten. Die Wohnraumkarte erlaubt es uns damit, sehr viel unkom­pli­zier­ter als bis­her Wohnungen für Flüchtlinge zu fin­den“, so Thomas Böhm, Wohnungsamtsleiter aus Dortmund, der bereits an der Erprobung der Online-​Plattform betei­ligt war.

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