Korschenbroich: Polizeieinsatz – Tierschützer fin­den Hühner in Einzelkäfighaltung

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Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich-​Lüttenglehn – Am heu­ti­gen Vormittag, Donnerstag den 17.12.2015, fan­den sich Tierschützer von „Rettet das Huhn” vor einem Hof in Lüttenglehn ein. Diese woll­ten Hühner aus einer nicht art­ge­rech­ten Haltung „befreien”.

Die Besitzerin der Tiere, eine ältere Dame, hatte ihre 138 Hühner in Einzelkäfigen unter­ge­bracht, was nach neuen Tierschutzrichtlinien nicht mehr zuläs­sig ist. Dies hatte ein Aktivist fest­ge­stellt, der sich vor eini­ger Zeit, im Beisein der Besitzerin, Zutritt zu den Tieren ver­schafft hatte.

Mit ver­steck­ter Kamera doku­men­tierte er die Haltungsumstände und den Zustand der Hühner. Beides war, so seine Aussage, besorg­nis­er­re­gend. So wurde die „Befreiung” der Legehennen geplant.

2015-12-17-Kor_012Ebenfalls vor Ort war eine Tierärztin des Kreisveterinäramtes. Frau Claudia Zerlik ist seit 2007 im Amt beschäf­tigt. Schwerpunkt des Aufgabengebiets von Frau Zerlik ist der Bereich Tierseuchenbekämpfung ein­schließ­lich Überwachung und Beratung der land­wirt­schaft­li­chen Betriebe. Dazu gehört auch, die Betriebe gut auf die viel­fäl­ti­gen gesetz­li­chen Anforderungen vor­zu­be­rei­ten, die sie ein­hal­ten müssen.

Nachdem Frau Zerlik die Tiere in Augenschein neh­men konnte äußerte Sie sich vor den anwe­sen­den Pressevertretern. Die Art der Tierhaltung (Einzelkäfige) sein nicht mehr zuläs­sig. Jedoch befin­den sich die Hühner (138) in einem guten Allgemeinzustand, ledig­lich ein Tier war erkrankt. Keine Schnäbel wur­den gekürzt, das Federkleid machte einen nor­ma­len Eindruck und im Stall soll es, so weit wie mög­lich, sau­ber gewe­sen sein.

Sehr um die Tiere besorgt konn­ten die Tierschützer nur schwer akzep­tie­ren, dass die Hühner im Besitz der Halterin blei­ben. Denn das war die Kernaussage von Frau Dr. Zerlik. Zeitnah werde eine zuläs­sige Haltungsform ange­bo­ten. Die Umsetzung werde ent­spre­chend überprüft.

Der Hof, in dem auch Schweine ein­wand­frei gehal­ten wer­den, war bis­her nicht nega­tiv auf­ge­fal­len. Vor Ort war eben­falls die Polizei um, wenn not­wen­dig, dees­ka­lie­rend ein­zu­grei­fen und mög­li­che Straftaten zu verhindern.

Polizeimeldung hier wei­tere Infos hier

Fotos(3) tier​not​ruf​.de – Stefan Bröckling

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