Korschenbroich: Polizeieinsatz – Tierschützer fin­den Hühner in Einzelkäfighaltung

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Korschenbroich-Lüttenglehn – Am heutigen Vormittag, Donnerstag den 17.12.2015, fanden sich Tierschützer von "Rettet das Huhn" vor einem Hof in Lüttenglehn ein. Diese wollten Hühner aus einer nicht artgerechten Haltung "befreien".

Die Besitzerin der Tiere, eine ältere Dame, hatte ihre 138 Hühner in Einzelkäfigen untergebracht, was nach neuen Tierschutzrichtlinien nicht mehr zulässig ist. Dies hatte ein Aktivist festgestellt, der sich vor einiger Zeit, im Beisein der Besitzerin, Zutritt zu den Tieren verschafft hatte.

Mit versteckter Kamera dokumentierte er die Haltungsumstände und den Zustand der Hühner. Beides war, so seine Aussage, besorgniserregend. So wurde die "Befreiung" der Legehennen geplant.

2015-12-17-Kor_012Ebenfalls vor Ort war eine Tierärztin des Kreisveterinäramtes. Frau Claudia Zerlik ist seit 2007 im Amt beschäftigt. Schwerpunkt des Aufgabengebiets von Frau Zerlik ist der Bereich Tierseuchenbekämpfung einschließlich Überwachung und Beratung der landwirtschaftlichen Betriebe. Dazu gehört auch, die Betriebe gut auf die vielfältigen gesetzlichen Anforderungen vorzubereiten, die sie einhalten müssen.

Nachdem Frau Zerlik die Tiere in Augenschein nehmen konnte äußerte Sie sich vor den anwesenden Pressevertretern. Die Art der Tierhaltung (Einzelkäfige) sein nicht mehr zulässig. Jedoch befinden sich die Hühner (138) in einem guten Allgemeinzustand, lediglich ein Tier war erkrankt. Keine Schnäbel wurden gekürzt, das Federkleid machte einen normalen Eindruck und im Stall soll es, so weit wie möglich, sauber gewesen sein.

Sehr um die Tiere besorgt konnten die Tierschützer nur schwer akzeptieren, dass die Hühner im Besitz der Halterin bleiben. Denn das war die Kernaussage von Frau Dr. Zerlik. Zeitnah werde eine zulässige Haltungsform angeboten. Die Umsetzung werde entsprechend überprüft.

Der Hof, in dem auch Schweine einwandfrei gehalten werden, war bisher nicht negativ aufgefallen. Vor Ort war ebenfalls die Polizei um, wenn notwendig, deeskalierend einzugreifen und mögliche Straftaten zu verhindern.

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Fotos(3) tiernotruf.de - Stefan Bröckling

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