Neuss: Bezirksausschuss Holzheim – Mehrzweckhalle nur Reserve als Flüchtlingsunterkunft

Neuss-Holzheim – In der heutigen Sitzung des Bezirksausschusses Holzheim befanden sich sensible Tagesordnungspunkte auf der Liste. Zum einen die weitere Unterbringung von Flüchtlingen in Holzheim und Grefrath.

Zum zweiten der baldige Ausbau breitbandiger Internetanschlüsse. Mit der Deutschen Glasfaser hat das Amt für Wirtschaftsförderung einen Investor gefunden, der bereit ist, die unterversorgten Stadtteile mit einem flächendeckenden FTTH-Netz (=fiber to the home: Glasfaserausbau bis in jeden Haushalt) ohne finanzielle Beteiligung der Stadt Neuss zu erschließen und somit eine zukunftssichere Versorgung mit hohen Bandbreiten (100 Mbit/s und mehr) zu gewährleisten, anstatt nur eine Zwischenlösung zur Behebung der aktuellen Unterversorgung anzustreben.

Für Holzheim und Grefrath plant die Deutsche Glasfaser einen Projektbeginn im Laufe des Jahres 2016.

2015-12-09_Ne_bez-ausschuss_holzheim_002Bezüglich eines Zeitungsberichtes wies der Vorsitzende Thomas Nickel zu Beginn der Sitzung darauf hin, dass entgegen der Veröffentlichung es keine Bürgerinformation in der Sitzung gegen wird. Es war lediglich geplant, die Mitglieder des Ausschusses entsprechend zum Sachstand zu informieren.

Beigeordneter Stefan Hahn berichtete, dass eine verlässliche Kalkulation von erforderlichen Flüchtlingsunterkünften nur sehr schwer zu ermitteln sei. Ständig wechselnde Zahlen stellten die Planungen der Verwaltung und eingebundener Stellen immer wieder vor neue Herausforderungen.

Um die Einschränkungen für Vereine und Bürger so gering wie möglich zu gestalten, plant die Verwaltung zwei großräumige Traglufthallen, für je 300 Personen, Anfang 2016 auf dem Gelände des ehemaligen VfR Stadions zu errichten. Diese haben eine bewohnerfreundliche Innenausstattung, mit Schlaf-, Koch- und Nassbereichen.

Unter Berücksichtigung der neuen, erweiterten Kapazitäten besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Mehrzweckhalle in Holzheim nicht als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt werden muss. Die Verwaltung hat mit allen betroffenen Vereinen, die Veranstaltungen dort abhalten, gesprochen und ggf. Alternativen ausgearbeitet. Kritisch sind die Monate Februar bis April 2016. Nach diesem Zeitraum geht die Verwaltung davon aus, genügen Räumlichkeiten für Flüchtlinge stellen zu können.

Die Nutzung des städtischen Grundstückes in Grefrath (Schweineweg), ist wenn überhaupt, erst zum Herbst 2016 vorgesehen. Maximal würden für 100 Personen Räumlichkeiten (Container) bereit gestellt.

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