Telefonieren übers Internet – Tücken beim Umstellen auf neue Technik vermeiden

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – (vz​-nrw​.de) Das Aus fürs ana­loge Festnetz ist für die Deutsche Telekom beschlos­sene Sache: 

Bis 2018 will der Telekommunikationsriese dafür sor­gen, dass sämt­li­che Kunden nur noch mit Hilfe des Internets tele­fo­nie­ren. Die IP-​Telefonie – wie sie im Fachjargon heißt – soll Sprachqualität und Datenübertragung beim Telefonieren und Online-​Surfen künf­tig erheb­lich verbessern.

Doch auf dem Weg in die digi­tale Zukunft wer­den viele Kunden nicht rich­tig mit­ge­nom­men oder blei­ben mit ihrer Unkenntnis gleich auf der Strecke. „Kunden, die eigent­lich von der digi­ta­len Umstellung auf IP-​Telefonie pro­fi­tie­ren sol­len, berich­ten von dürf­ti­gen Informationen, uner­war­te­ten Zusatzkosten und mas­si­ven tech­ni­schen Störungen nach dem Technologiewechsel der Telekom“, zählt die Verbraucherzentrale NRW einige Probleme auf.

Was Telefonkunden bei der geplan­ten Umstellung vom ana­lo­gen Festnetz auf die digi­tale Internettelefonie wis­sen und beach­ten müs­sen, erklärt die Verbraucherzentrale NRW:

  • Betroffene Telefonkunden: Sämtliche Kunden, die bis­lang einen ana­lo­gen oder einen ISDN-​Anschluss nut­zen und einen DSL-​Anschluss für ihren Zugang zum Internet hin­zu­ge­bucht haben, müs­sen inner­halb der nächs­ten drei Jahre mit dem Umswitchen ihres Festnetzanschlusses auf Internettechnik rech­nen. Bei Kunden ohne Internetzugang voll­zieht die Telekom den Technologiewechsel auto­ma­tisch und somit meist unbe­merkt. Kunden mit Internetanschluss wer­den hin­ge­gen vom Telefonanbieter über die geplante Umstellung und die damit ver­bun­dene Vertragsänderung informiert.
  • Uneinheitliche Umstellungspraxis: Viele Kunden füh­len sich jedoch von der Ankündigung der Telekom über­rum­pelt. Häufig mel­den sich deren Mitarbeiter Monate vor Ablauf des bis­he­ri­gen Vertrags schrift­lich oder per­sön­lich am Telefon bei den Kunden oder ste­hen unan­ge­mel­det vor der Tür, um sie über die tech­ni­schen und ver­trag­li­chen Änderungen zu infor­mie­ren und zu einem raschen Vertragswechsel zu bewe­gen. Kunden, denen die Umstellung ihres Anschlusses auf IP-​Technik ins Haus steht, soll­ten dem Wechsel jedoch nicht vor­schnell zustim­men, son­dern sich zuvor infor­mie­ren, was an Neuerungen, Kosten, neuen Endgeräten, aber auch an mög­li­chen Umstellungsproblemen auf sie zukom­men kann.
  • Vertrag für IP-​Telefonie in der Warteschleife: Der bis­he­rige Vertrag mit der Telekom gilt auf alle Fälle bis zum Ende der ver­ein­bar­ten Laufzeit und kann nicht zuguns­ten der Einführung der IP-​Telefonie vor­zei­tig vom Unternehmen gekün­digt wer­den. Fürs künf­tige Telefonieren und Surfen per IP-​Technik muss dann ein neuer Vertrag geschlos­sen wer­den. Kunden soll­ten die geän­der­ten Bedingungen darin – etwa Zusatzkosten für neue Endgeräte, teu­rere Tarife für schnel­lere Datenübertragung, die Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist – zuvor gründ­lich prü­fen und mit Angeboten ande­rer Telekommunikationsanbieter ver­glei­chen. Einige Konkurrenzunternehmen locken Neukunden zudem mit Rabatten.
  • Mögliche Extra-​Kosten: Kunden ohne Internetanschluss müs­sen nicht mit Extrakosten rech­nen. Wer jedoch zu Hause online unter­wegs ist, benö­tigt fürs neue Telefonieren unter Umständen einen neuen Router, der die IP-​Telefonie ermög­licht. Diese Zusatzhilfe müs­sen Kunden jedoch meist aus eige­ner Tasche zahlen.
  • Stockender Service: Der Technologiewechsel ver­läuft nicht immer rei­bungs­los. Viele Kunden ste­hen anschlie­ßend auf der lah­men Leitung und haben mit tech­ni­schen Störungen und Gesprächsausfällen zu kämp­fen. Kunden soll­ten tech­ni­sche Probleme mit dem IP-​Anschluss unver­züg­lich der Telekom mel­den mit der drin­gen­den Aufforderung, die Störung zu beseitigen.
  • Problem Hausnotrufsysteme: Der IP-​Anschluss funk­tio­niert nur, wenn er unter Strom steht. Bei einem Stromausfall kann das Telefon nicht genutzt wer­den. Aber auch instal­lierte Hausnotruf- oder Alarmsysteme ver­sa­gen ohne Stromversorgung ihren Dienst. Kunden, die ein Hausnotruf- oder Alarmsystem nut­zen, soll­ten sich recht­zei­tig erkun­di­gen, ob ihre Geräte die tech­ni­sche Umstellung mit­ma­chen und wie sie bei einem Stromausfall trotz­dem einen Notruf abset­zen können.

Rechtlichen Rat zur Umstellung auf IP-​Telefonie bie­ten die ört­li­chen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW – Kontaktdaten unter www​.vz​-nrw​.de/​b​e​r​a​t​u​n​g​-​v​o​r​-​ort.

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