Neuss: Aufmerksame Bankangestellte ver­hin­dern Enkeltrickbetrug

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Neuss (ots) – Eine 89-​jährige Neusserin erhielt am Mittwoch (2.12.), gegen 9:30 Uhr, einen Telefonanruf. Die weib­li­che Stimme gab sich als ihre Enkelin aus. 

Sie schil­derte eine finan­zi­elle Notlage und gab vor, mög­lichst schnell 17.000,- Euro zu benö­ti­gen. Als die gut­gläu­bige Seniorin bei ihrer Bank den ent­spre­chen­den Betrag abhe­ben wollte, wur­den die Mitarbeiter am Schalter hell­hö­rig und infor­mier­ten die Polizei.

Diese beherzte Maßnahme bewahrte die Kundin vor einem erheb­li­chen Verlust. Die Polizei ver­suchte die Enkeltricktäter in eine Falle zu locken, doch diese hat­ten ihrer­seits Verdacht geschöpft und ihr Vorhaben offen­sicht­lich abgebrochen.

Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht” oder ähn­li­chen Formulierungen rufen Betrüger bei meist älte­ren und allein leben­den Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bit­ten kurz­fris­tig um Bargeld. Als Grund wird ein finan­zi­el­ler Engpass oder eine Notlage vor­ge­täuscht, bei­spiels­weise ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf.

Die Lage wird immer äußerst dring­lich dar­ge­stellt. Oft wer­den die Betroffenen durch wie­der­holte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zah­len will, wird ein Bote ange­kün­digt, der das Geld abholt. Hat der Betroffene die gefor­derte Summe nicht parat, wird er gebe­ten, unver­züg­lich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzu­he­ben. Nicht sel­ten ruft der Täter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht mehr zu Fuß bewäl­ti­gen kann.

Auf diese Weise haben Enkeltrick-​Betrüger in der Vergangenheit bereits Beträge im fünf­stel­li­gen Eurobereich erbeutet.

Tipps Ihrer Polizei gegen den Enkeltrick: Seien Sie miss­trau­isch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vor­stellt. Legen Sie ein­fach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen for­dert. Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirk­lich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jewei­lige Person unter der bis­her bekann­ten und benutz­ten Nummer an und las­sen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

Geben Sie keine Details zu Ihren fami­liä­ren oder finan­zi­el­len Verhältnissen preis. Übergeben Sie nie­mals Geld an unbe­kannte Personen. Informieren Sie sofort die Polizei über den Notruf 110, wenn Ihnen ein Anruf ver­däch­tig vor­kommt. Wenn Sie Opfer gewor­den sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstat­ten Sie Anzeige.

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