Korschenbroich: Kochkurs mit Flüchtlingen

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Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – „Das schmeckt ja wie zu Hause in Aleppo“ sagte Shaher A. und strahlte dabei über das ganze Gesicht. Denn den Eintopf aus Kichererbsen, Kartoffeln, Möhren und Tomaten, den er gerade aß, hatte er zuvor selbst gekocht. 

Zusammen mit 15 ande­ren Männern aus Syrien, Afghanistan und Albanien hatte er an einem Kochkurs teil­ge­nom­men, den ehren­amt­li­che Flüchtlingshelfer sowie Mitglieder des „ZWAR-​Netzwerk Korschenbroich Montag“ durch­ge­führt hat­ten. In der Küche des Gymnasiums Korschenbroich wur­den ver­gan­ge­nen Samstag drei Gänge gekocht mit ins­ge­samt sechs Gerichten – jeweils ein deut­sches und ein arabisches.

Drei Aspekte stan­den dabei im Mittelpunkt: Die Kulinarik, die Hauswirtschaft und das gute Miteinander. „Wir wol­len eine Art Erste-​Hilfe in Küchendingen bie­ten – und einen klei­nen Einblick in die deut­sche Esskultur“, sagte dazu Joerg Utecht, der zusam­men mit Hans-​Reinhardt Michels die Idee zu dem Angebot hatte.

Foto: Privat
Foto: Privat

Denn die Mehrzahl der meist sehr jun­gen Flüchtlingen hatte zuvor in der alten Heimat kei­ner­lei Kochkenntnisse erwer­ben kön­nen – und muss sich nun in den hie­si­gen Unterkünften voll­stän­dig selbst ver­sor­gen. Damit die Männer nicht aus­schließ­lich auf Fastfood und teure Fertigprodukte zurück­grei­fen, wur­den ihnen wäh­rend des Kurses die Grundlagen von Produktauswahl und Kochtechniken vermittelt.

Ob eine klas­si­sche Kürbissuppe oder im Ofen geba­cke­ner Butternutkürbis mit ara­bi­schen Aromen, Reibekuchen mit Apfelkompott und der erwähnte Eintopf oder zum Abschluss die bei­den Pudding-​Varianten – afgha­ni­scher Firni sowie Vanille-​Flammeri: Die Köstlichkeiten wur­den aus fri­schen Zutaten ohne Fertigprodukte nach allen guten Regeln der Kochkunst gemein­schaft­lich zube­rei­tet. Nachdem dann noch Helfer und Teilnehmer die Küche blitz­blank geputzt hat­ten, strahl­ten alle Gesichter.

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