Aufmerksame Senioren fal­len nicht auf Enkeltrickbetrüger herein

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss (ots) – „Hallo, erkennst Du mich nicht? Ich bin es, Dein Neffe!” Mit die­sen Worten mel­dete sich am Montag (23.11.), zwi­schen 13 Uhr und 16 Uhr ein bis­lang unbe­kann­ter Anrufer bei zwei Senioren in Dormagen und Neuss. 

Der Unbekannte sug­ge­rierte ihnen, ein Verwandter zu sein und sich in einer finan­zi­el­len Notlage zu befin­den. Im ers­ten Fall ging es um die finan­zi­elle Regelung nach einem Autounfall, im Zweiten saß der Anrufer bei einem Notar und benö­tigte für den Erwerb einer Eigentumswohnung drin­gend Bargeld in Höhe von meh­re­ren zehn­tau­send Euro.

Die miss­traui­schen Opfer gin­gen nicht auf die Forderungen der Unbekannten ein – so lang­sam hat es sich her­um­ge­spro­chen, hin­ter Geldforderungen am Telefon ste­cken oft betrü­ge­ri­sche Absichten – son­dern setz­ten sich mit ihren Familienangehörigen in Verbindung.

Dabei stellte sich her­aus, dass es sich bei den Anrufern offen­sicht­lich um soge­nannte „Enkeltrickbetrüger” han­delte. Daraufhin infor­mier­ten die Senioren rich­ti­ger­weise die Polizei. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen auf­ge­nom­men. Bislang lie­gen keine Hinweise zur Identität der Betrüger vor.

Zu Geldübergaben ist es in den bekannt gewor­de­nen Fällen nicht gekom­men. Da sich erfah­rungs­ge­mäß die Tätergruppen für einige Tage in einer Stadt auf­hal­ten, kann nicht aus­ge­schlos­sen wer­den, dass es wei­tere Versuche die­ser Art geben wird.

Personen, die eben­falls ver­däch­tige Anrufe die­ser Art erhiel­ten und sich bis­lang nicht an die Polizei gewandt haben, wer­den gebe­ten, sich mit der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 02131 3000 in Verbindung zu setzen.

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