Dormagen: Entführung war erfun­den – Anzeige wegen Vortäuschung einer Straftat

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen (ots) – Mit einer Pressemitteilung vom 18.11.2015 suchte die Polizei Zeugen in einem unge­wöhn­li­chen Fall von Freiheitsberaubung. Eine Jugendliche war an einen Schildermast gebun­den auf­ge­fun­den wor­den und hatte berich­tet, von einem unbe­kann­ten Mann mit lan­gen, schwar­zen Haaren ent­führt wor­den zu sein. 

Trotz gefes­sel­ter Handgelenke, war es dem Mädchen gelun­gen, eine Freundin zu kon­tak­tie­ren und sie um Hilfe zu bit­ten. Dass diese Freundin rich­ti­ger Weise sofort die Polizei infor­mierte, hatte die Jugendliche nicht vorhergesehen.

Und so ver­strickte sie sich in den fol­gen­den Anhörungen immer wei­ter in eine Geschichte, die, wie sich jetzt her­aus­stellte, ihrer Phantasie ent­sprun­gen war.

Tatsächlich war ihr wäh­rend einer Busfahrt schlecht gewor­den, wor­auf­hin sie an einer Haltestelle aus­stieg. Ein besorg­ter Fahrzeugführer hielt an und erkun­digte sich, ob sie Hilfe benö­tigte. Das lehnte die Jugendliche aber ab. Der Autofahrer setzte sei­nen Weg fort. Doch das Mädchen spann die Situation in Gedanken wei­ter und insze­nierte die aus­ge­dachte Entführung, indem sie sich mit eige­nen Mitteln an dem Pfahl festband.

Neueste Zeugenaussagen lie­ßen nun begrün­dete Zweifel an der Geschichte auf­kom­men und letzt­lich räumte das Mädchen ein, gelo­gen zu haben. Sie erwar­tet nun sel­ber eine Anzeige, wegen des Vortäuschens einer Straftat.

Für die Polizei steht auf jeden Fall fest: Den beschrie­be­nen Unbekannten, der schein­bar grund­los junge Frauen ent­führt, gibt es nicht.

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