Kommentar – Nichts ver­stan­den – Boykott nur in sei­ner Phantasie

Neuss – Vergleichsweise bescheiden, aber doch auf der Titelseite des Stadt-Kurier Neuss, erscheint ein weiteres Statement von Frank Möll, wenn er sich denn hinter dem Kürzel "-fram" versteckt. Nach der "Mega-Schlagzeile" vom 11.11.2015 eher "kümmerlich".

Sollte damit die "unseriöse" und "polemische" Berichterstattung des verantwortlichen Redakteurs  Frank Möll im Stadt-Kurier Neuss enden? Vielleicht erinnerte sich der werte Herr an die vernichtende Klatsche, die er und der Verlag erst vor kurzer Zeit kassierten (Klartext-NE.de berichtete darüber/ 250.000,- Euro Ordnungsgeld/ ersatzweise Ordnungshaft)?

Das Landgericht warf seinerzeit die Frage auf, dass "Zweifel bestünden, dass es sich um eine publizistische legitime Zuschrift handele."

Nein, leider nicht. Denn wie lautete die Überschrift des Artikels? "Münsterschule hebt St. Martins-
Boykott auf..." Boykott? Welcher Boykott? Vielleicht hörte es wieder jemand "läuten" (Erklärung hier)?

In einer gemeinsamen Stellungnahme erklärten Münsterschule und St. Martins-Komitee Neuss-Altstadt e.V. eindeutig:

Von Seiten der Münsterschule ist es zu keinem "Boykott" des Innenstadtumzuges gekommen.

Das klingt etwas anders, als der Werbeanzeiger, dessen Eigenschaft als "publizistische legitime Zuschrift" selbst vom Landgericht angezweifelt wird, veröffentlichte.

Hier der Text der Schule und des St. Martins-Komitee zu diesem Thema:

Stellungnahme der Münsterschule und des St. Martins-Komitee Neuss-Altstadt e.V. zum diesjährigen St. Martinsumzug.

Aufgrund der jüngsten Berichterstattung bezüglich der Nichtteilnahme am innerstädtischen Martinsumzug sehen sich die städtische katholische Münsterschule und der St. Martins-Komitee Neuss-Altstadt e.V. zu folgender gemeinsamen Stellungnahme veranlasst:

Die Münsterschule hat erstmalig im Jahr 2014 ein eigenes Martinsfest durchgeführt, da sie sich zunehmend Schwierigkeiten ausgesetzt sah, die Klassen in den Innenstadtumzug einzubinden.

Dies wurde mit dem Martins-Komitee eingehend erörtert. Seitens des Komitees wurden seitdem in Zusammenarbeit mit allen teilnehmenden Schulen Veränderungen im Umzugsablauf umgesetzt, um den teilweise geänderten Bedürfnissen auch der Münsterschule Rechnung zu tragen.

Die Münsterschule und das St. Martins-Komitee pflegen einen engen und vertrauensvollen Kontakt miteinander. Die Wiedereingliederung in den Innenstadtumzug ist beidseitig gewünscht und mittelfristig beabsichtigt. Von Seiten der Münsterschule ist es zu keinem "Boykott" des Innenstadtumzuges gekommen.

Wir legen größten Wert auf die Feststellung, dass die ethnische, kulturelle oder religiöse Herkunft der Schülerinnen und Schüler aus unserer Sicht keinerlei Einfluss auf das Neusser Martinsbrauchtum hat.

Neuss, 13.11.2015

Erschienen auf Facebook, https://www.facebook.com/StMartinNeuss/ am 14.11.2015

Vielleicht sollte noch der Hinweis erfolgen, dass der Stadt-Kurier Neuss zum Konzern der Rheinischen Post gehört. Nicht jede Zeitung bürgt offensichtlich auch für Qualität.

In diesem Sinne ..  - Robert Schilken, Herausgeber Klartext-NE.de

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