Rhein-​Kreis Neuss: „Helfende Hände“ – Bundeswehr unter­stützt Rhein-​Kreis Neuss bei Flüchtlingsaufnahme

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Rhein-​Kreis Neuss – Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen und Asylbegehrenden als eine große gesamt­ge­sell­schaft­li­che Aufgabe bezeichnet. 

Für uns in der Bundeswehr ist es selbst­ver­ständ­lich, dabei zu hel­fen, wo immer wir kön­nen“, so die Politikerin. Auch im Rhein-​Kreis Neuss wird das jetzt deut­lich: Die ers­ten Soldatinnen und Soldaten pack­ten in der Notunterkunft im Berufsbildungszentrum in Grevenbroich bereits kräf­tig mit an.

Jede hel­fende Hand wird gebraucht, um den ankom­men­den Flüchtlingen Schutz und Hilfe zu gewäh­ren, und wir sind sehr dank­bar dafür“, so Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke und Kreisdirektor Dirk Brügge, der die Flüchtlingshilfe koordiniert.

Unterstützung durch die Bundeswehr in der Flüchtlingsunterkunft (von rechts): Kreisdirektor Brügge, Landrat Petrauschke sowie Kontingentführer Hans Holzmann und dessen Mannen.  Foto: L. Berns/ Rhein-Kreis Neuss
Unterstützung durch die Bundeswehr in der Flüchtlingsunterkunft (von rechts): Kreisdirektor Brügge, Landrat Petrauschke sowie Kontingentführer Hans Holzmann und des­sen Mannen.
Foto: L. Berns/​Rhein-​Kreis Neuss

Die Bundeswehr war jeden­falls schnell zur Stelle, als der Krisenstab des Rhein-​Kreises Neuss beim Kreisverbindungskommando Hilfeleistungen im Rahmen der soge­nann­ten zivil-​militärischen Zusammenarbeit im Inland anfor­derte. Schon ein Tag spä­ter kam das grüne Licht aus dem nordrhein-​westfälischen Landeskommando in Düsseldorf. Drei wei­tere Tage dau­erte es, bis zunächst zehn Soldatinnen und Soldaten der Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums in Porz/​Wahn in Grevenbroich ein­tra­fen und die Bundeswehr-​Aktion „Helfende Hände“ im Rhein-​Kreis Neuss mit Leben füllten.

Sie haben Flüchtlinge regis­triert und dabei die ehren­amt­li­chen Helfer des Technischen Hilfswerks abge­löst, die nach ihrem wochen­lan­gen Einsatz nach der beruf­li­chen Arbeit am Ende ihrer Kräfte waren“, berich­tet Lothar Peschges, Oberstleutnant der Reserve, der die Einsätze koor­di­niert. Anfang der Woche kamen dann 14 Mitglieder des Jagdbombergeschwaders 31 der Luftwaffe in Nörvenich, um bei der Ankunft neuer Flüchtlinge in Grevenbroich zu helfen.

Bundesweit ste­hen der­zeit einige tau­send Bundeswehr-​Angehörige als „hel­fende Hände“ bereit. Außerdem machte die Bundeswehr bis­her in rund 70 Kasernen und Standortübungsplätzen Platz für unge­fähr 30 000 Flüchtlinge. Neben Zelten, Betten und mobi­len Röntgengeräten stellt sie auch Verpflegung zur Verfügung. Darüber hin­aus hat sie zahl­rei­che Sanitäter entsandt.

Zur Entlastung sei­ner Städte und Gemeinden koor­di­niert der Rhein-​Kreis Neuss die kom­mu­nale Erstaufnahme von Flüchtlingen im Berufsbildungszentrum in Grevenbroich. In der Notunterkunft mit 300 Plätzen fin­den die Ersterfassungen und im benach­bar­ten Kreiskrankenhaus die Röntgen-​Untersuchungen statt. Meist wer­den die Flüchtlinge nach weni­gen Tagen in die Städte und Kommunen weitergeleitet. 

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