Neuss: Martinszug der Münsterschule – Angeblicher Boykott – Kommentar

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Robert Schilken, Herausgeber


Neuss – Wie schon ver­ur­teilt und mit hoher Bußgeldandrohung belegt (Werbeanzeiger Stadt-​Kurier Neuss wegen pole­mi­scher Berichterstattung ver­ur­teilt) hat der Stadt-​Kurier Neuss, ver­ant­wort­lich Frank Möll, mal wie­der fal­sche Tatsachen und ver­drehte Realitäten publi­ziert.

Online und über Facebook agi­tierte der ver­ant­wort­li­che Redakteur mit der Schlagzeile „Katholische Schule boy­kot­tierte ges­tern Neusser Martinsumzug”.

Auch war zu lesen „ „Die Schulleitung der katho­li­schen Schule möchte wohl vor­aus­ei­lend Rücksicht auf die vie­len mus­li­mi­schen Kinder der Schule neh­men”, hat es Kirchenvorstand Sebastian Rosen „läu­ten gehört”.

Das es bei Herrn Rosen ab und zu „läu­tet” mag ja stim­men, nur im Bezug auf die Münsterschule ist dies wohl nicht der Fall. Gerade weil die Münsterschule eine reli­giöse Ausrichtung inne hat, ist sel­bige auch bei nicht Christen sehr hoch ange­se­hen und beliebt.

Die zitierte „Aufregung” fin­det viel­leicht in den Verlagsräumen des Werbeanzeigers statt, öffent­lich ähnelt es eher einem „Sturm im Wasserglas” – Farblos, durch­sich­tig und mit vie­len Blasen.

Diese Art der „Berichterstattung” zeugt wohl von einem „sin­ken­den Schiff”, denn anders las­sen sich, auch in der Vergangenheit, der­ar­tige „Artikel” nicht ratio­nal erklä­ren. In der letz­ten Hoffnung Aufmerksamkeit zu erre­gen und so doch noch im Gespräch zu blei­ben. Da hel­fen auch kom­pe­tente Mitarbeiter nicht wei­ter. Diese haben unter den Eskapaden einer Einzelperson zu lei­den.

Bis 2013 nahm die Münsterschule an dem gemein­sa­men Martinszug teil. Jedoch ent­wi­ckelte es sich nicht so wie gewünscht. Dies wurde in einem Schreiben an das St. Martins-​Komitee auch aus­führ­lich begrün­det. Das Schreiben liegt der Redaktion vor und zeugt von der erfor­der­li­chen Fürsorgepflicht gegen­über den anver­trau­ten Kindern.

Hier einige Auszüge

Die Aufstellung war schon recht chao­tisch, da wir mit der gesam­ten Schute pünkt­lich am ver­ein­bar­ten Ort waren, eine andere Schule sich aber dann dazwi­schen drängte und alle durch­ein­an­der stan­den; eine Übersicht über „unsere” Kinder war nicht gewähr­leis­tet.

Viele Eltern beglei­ten den Zug und brin­gen viel Unruhe und Unübersichtlichkeit hin­ein. Es wird gequatscht, geraucht usw. Grundsätzlich müsste man sich etwas zur Elternbegleitung über­le­gen, z.B. Eltern als Fackelträger invol­vie­ren und die rest­li­chen Eltern kom­plett sepa­rie­ren.

Das Tempo des Zugs war viel zu hoch. Teilweise muss­ten wir schon lau­fen, um hin­ter der Musik her zukom­men.

Die Musik war kaum hör­bar; vor allem die Kinder, die in der Mitte unse­res Blocks gehen muss­ten, hat­ten kaum die Chance, Martinslieder mit Musikbegleitung zu sin­gen.

Die ZIN Neuss ver­teilte am Zugweg Tüten mit Weckmännern; die­ses kam einer Verpflegungsstation beim Marathon gleich. Einerseits woll­ten wir den Anschluss nicht ver­pas­sen, ande­rer­seits woll­ten die Kinder die Tüten mit­neh­men, so dass erneut ein Chaos ent­stand und wir het­zen muss­ten.

Die Kostümierung des Heiligen Martins ist für unsere Kinder sehr ver­wir­rend, da St. Martin und Nikolaus das­selbe Gewand nut­zen. O‑Ton eines Schülers, der zufäl­lig neben mir ging: Ist der Nikolaus auch hier?.

Bleibt noch die Frage ob es eine „Zwangsteilnahmepflicht” der Neusser Grundschulen an einem bestimm­ten St. Martinsumzug, sei­tens des Werbeanzeigers, gibt? Oder sollte diese Entscheidung nicht von dem jewei­li­gen Kollegium und der Elternschaft gefällt wer­den?

Als „Sahnehäubchen” noch die Aussage einer in der Schule anru­fen­den Redakteurin: „Sie wol­len doch das St. Martinsfest in Sonne-​Mond-​und-​Sterne-​Fest umbe­nen­nen?” mehr ist dazu wohl kaum noch aus­zu­füh­ren. Die Antwort: „Nein, wol­len wir nicht!”

Es folgte der beschrie­bene Artikel. Naja ... Honi soit qui mal y pense (Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.)

In die­sem Sinne – Robert Schilken, Herausgeber Klartext​-NE​.de

ps
Der St. Martinszug der katho­li­schen Münsterschule fin­den am Donnerstag, den 12.11.2015, ab 17:45 Uhr statt. Besucher sind herz­lich ein­ge­la­den.

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