Neuss: „Alle Kinder machen mit!“ – Katholische Jugendwerke rufen zu mehr Bemühungen um Inklusion in der Jugendarbeit auf

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – „Alle Kinder machen mit!“ – unter die­sem Motto rufen die Katholischen Jugendwerke im Rhein-​Kreis Neuss e.V. dazu auf, der Inklusion in der (kirch­li­chen) Jugendarbeit einen höhe­ren Stellenwert als bis­her einzuräumen.

Der Appell, der von der Mitgliederversammlung des Vereins ein­stim­mig beschlos­sen wurde, ist, so der Vereinsvorsitzende Thomas Kaumanns, als Weckruf an alle Träger der Jugendhilfe zu ver­ste­hen. Er wurde den Kirchengemeinden und Städten im Rhein-​Kreis Neuss über­sandt, nach­dem der Vereinsvorstand sich inten­siv mit dem Thema aus­ein­an­der­ge­setzt und den Dialog mit ver­schie­de­nen Akteuren der Jugendarbeit geführt hat.

Das Wort Inklusion sei seit eini­gen Jahren in aller Munde, wenn es um die Schule geht. Sie dürfe aber nicht mit dem Gong der letz­ten Schulstunde auf­hö­ren. „Auch in der Kinder- und Jugendarbeit – etwa in Kirchengemeinden, Verbänden oder offe­nen Einrichtungen – kön­nen Behinderungen dazu füh­ren, dass nicht alle Kinder und Jugendlichen an den Angeboten teil­neh­men kön­nen. Besonders tra­gisch ist das mit Blick auf die spi­ri­tu­el­len Bedürfnisse von behin­der­ten Menschen“, beklagt Kaumanns.

In der kirch­li­chen Kinder- und Jugendarbeit gebe es bereits gelun­gene Beispiele für Inklusion, es bleibe aber noch viel zu tun. Vielfach stie­ßen die ehren­amt­li­chen Mitarbeiter an ihre Grenzen; oder es fehle das Geld für die Beseitigung bau­li­cher Barrieren.

Alle Träger der Jugendarbeit, nicht nur kirch­li­che, sind auf­ge­for­dert, sich ver­stärkt dem Thema Inklusion zu wid­men und dafür auch Ressourcen bereit­zu­stel­len. Die Städte als Träger der öffent­li­chen Jugendhilfe kön­nen und soll­ten dabei eine Vorreiterrolle über­neh­men“, schließt der Appell.

Appell zur Inklusion (pdf)

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