Dormagen: Bürger wer­den betei­ligt – Erste Unterkünfte in Stadtteilen geplant

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – In der Ratssitzung am 3. November stellte Bürgermeister Erik Lierenfeld den Mitgliedern des Rates der Stadt Dormagen das stän­dig fort­zu­schrei­bende Konzept der Stadtverwaltung zur Bewältigung der Flüchtlingszuweisungen für Dormagen vor. 

Bereits im Hauptausschuss in der vor­an­ge­gan­ge­nen Woche wur­den dazu erste Informationen an die Mitglieder gegeben.

Um diese Menschen, die meist aus Kriegsgebieten im Nahen Osten kom­men, sozial ver­träg­lich unter­zu­brin­gen, sieht die Verwaltung vor, alle Stadtteile ein­zu­be­zie­hen. Die ers­ten drei Standorte sind nun im Rat vor­ge­stellt wor­den. Diese sol­len mög­lichst zeit­nah ent­wi­ckelt und aus­ge­baut werden.

Natürlich wird dies nicht ohne vor­he­rige Bürgerinformation pas­sie­ren“, sicherte Lierenfeld im Rat zu.

Am 8. Dezember, 18.30 Uhr wird es dazu in der Aula des Bettina-​von-​Arnim Gymnasium eine erste Bürgerinformation geben. Darüber hin­aus wird es, bevor die Arbeiten begin­nen, dezen­trale Versammlungen in den jewei­li­gen Ortsteilen geben.

Grafik: Stadt
Grafik: Stadt

Vorgesehen ist als ers­ter Standort ein „Willkommenscenter“ in Verlängerung der Conrad-​Schlaun-​Straße in Nievenheim. Hier ist eine Erstaufnahme für Dormagen geplant, die eine Kapazität für bis zu 150 Asylsuchenden haben soll. „Hier wol­len wir die ankom­men­den Menschen ken­nen­ler­nen, ihren indi­vi­du­el­len Unterstützungsbedarf abschät­zen und gemein­sam das wei­tere Leben in Dormagen pla­nen“, erläu­tert der Erste Beigeordnete Robert Krumbein.

Der zweite Standort wird in Delhoven lie­gen. Hier ist ein Standort im Dreieck Sport‑, Hundedressur- und Reitplatz für rund 100 Flüchtlinge geplant. Den drit­ten Standort soll es nach Vorstellung der Verwaltung in Rheinfeld geben. Die Fläche „Am Pohlacker“, angren­zend zum Festplatz an den Maieichen soll eine Unterkunft für bis zu 100 Flüchtlinge bieten.

Angedacht dafür ist bei­spiels­weise die Anmietung von Holzfertighäusern, die preis­wert einen guten Wohnstandart sichern und spä­ter schnell ver­la­gert und unter ande­rem als Bürger- und Seniorenbegegnungsstätten oder in sozia­len Wohnungsbau umge­wan­delt wer­den können.

Ansprechen will die Verwaltung aber auch wei­ter­hin Vermieter, die Wohnraum zur Verfügung stel­len wol­len. Vorrangig sol­len Familien dort ein­zie­hen. Etwa 20 Wohnungen hat die Verwaltung dafür bereits in der Anmietung.

Wir müs­sen schnell und umsich­tig pla­nen“, betont der Bürgermeister. Wir wol­len die vor uns ste­hende Aufgabe zum Wohle aller Menschen in Dormagen lösen. Dies betrifft nicht nur die uns neu zuge­wie­se­nen Menschen son­dern und vor allem aber auch die Dormagener.

Für die geplante Landesunterkunft am Wahler Berg wird die Verwaltung zur nächs­ten Hauptausschusssitzung ein Eckpunktepapier in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung erstel­len. Insofern warb der Bürgermeister hier noch um etwas Geduld. „Erst wenn gesi­cherte Informationen zum Wahler Berg vor­lie­gen, werde ich die Bürger in einer Bürgerversammlung umfas­send informieren.“

(1 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)