Neuss: Kennzeichnungspflicht für Heizungen – Klimaschutzbeauftragter der Stadt weist auf neue Verordnung hin

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Neue Heizungen müs­sen seit Ende September in der EU ein Energielabel tra­gen. „Was bei wei­ßer Ware wie bei Kühlschränken und Waschmaschinen schon län­ger gilt, hält nun Einzug in den Heizungskeller. 

Das Label gibt Auskunft über die Energieeffizienz von Heizungsanlagen und ihren Kompo­nenten“, resü­miert der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Neuss, Armin Krüger.

Die Bandbreite reicht von A++ bei sehr guter bis G bei man­gelnder Effizienz. Dabei wer­den die Spitzenbereiche A+ und A++ der­zeit nur von Kraft-​Wärme-​Kopplung-​Anlagen, Wärme­pumpen und ande­ren erneu­er­ba­ren Energiequellen wie Solar­thermie oder Biogas erreicht.

Das Label soll Verbrauchern die Kaufentscheidung für eine kli­ma­freund­li­che Heizanlage er­leichtern und die Industrie moti­vie­ren, ener­gie­ef­fi­zi­en­tere Ge­räte zu ent­wi­ckeln. „Bereits instal­lierte Heizkessel sind ab 2016 aus­zu­zeich­nen. Dann kön­nen Heizungsinstallateure, Schorn­steinfeger oder andere Ausstellungsberechtigte nach der Ener­gieeinsparverordnung für Heizungen bis ein­schließ­lich Baujahr 1986 ein Heizungslabel aus­stel­len. Für die Heizungsbesitzer ist dies kos­ten­frei.“, dar­auf weist Krüger hin.

Über 40 Prozent des Primärenergieverbrauchs in Deutschland wird für die Bewirtschaftung von Gebäuden benö­tigt. „Die nach­hal­tige, ener­gie­ef­fi­zi­ente, zukunfts­fä­hige und fach­ge­rechte Modernisierung bestehen­der Immobilien spielt daher eine zent­rale Rolle im Klimaschutz.“, betont Umweltdezernent Dr. Matthias Welpmann. Die ört­li­chen Energieberater und Hand­werksbetriebe ana­ly­sie­ren diese kom­ple­xen Zusammenhänge, um für das jewei­lige Objekt und deren Nutzer die opti­male Hei­zung zu finden.

Sie bera­ten die Interessenten zu allen Fragen umfas­send, fach­ge­recht, neu­tral und infor­mie­ren bei Bedarf über wei­tere Möglichkeiten zu Heizungschecks, Vor-​Ort-​Bera­tungen sowie über Förderungen der Kreditanstalt für Wieder­aufbau (KfW) und des Bundesamtes für Wirtschaft und Aus­fuhrkontrolle (BAFA). So mahnt der Klimaschutzbeauftragte im Amt für Umwelt und Stadtgrün der Stadt Neuss „um eine Hei­zung als Gesamtsystem ener­ge­tisch ein­zu­schät­zen, bleibt eine kom­pe­tente Beratung und Aufklärung unerlässlich“.

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