Stellwerksbrand in Mülheim-​Styrum: Weitere Verbesserungen für Bahnkunden ab Montag, 26. Oktober

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Robert Schilken, Herausgeber



(Deutsche Bahn) ICE-​Linie 41 von/​nach München – Würzburg – Frankfurt (Main) – Köln Messe/​Deutz – Dortmund wie­der auf Regelweg • RE 6 Minden – Bielefeld – Düsseldorf wie­der auf Regelweg • RE 11 wird umgeleitet

(Düsseldorf) Ab kom­men­den Montag, 26. Oktober, wird eine geson­derte soge­nannte „Blockteilung“ zwi­schen Essen und Duisburg – ohne den Bereich Mülheim-​Styrum – wie­der in Betrieb genom­men, damit der Zugverkehr flüs­si­ger und pünkt­li­cher abge­wi­ckelt wer­den kann. Gleichzeitig wird mit Inbetriebnahme die Kapazität in die­sem Abschnitt erhöht, so dass das Fernverkehrsangebot aus­ge­wei­tet wer­den kann. Besondere schrift­li­che Anweisungen für die Lokführer sind dann nicht mehr erforderlich.

Das ab Montag für jeweils beide Richtungen gel­tende Betriebskonzept sieht wie folgt aus:

Fernverkehr:

Die Züge der ICE-​Linie 41 (München – Würzburg – Frankfurt – Köln Messe/​Deutz – Essen – Dortmund) fah­ren aus­nahms­los wie­der auf dem Regelweg. Hierdurch wird eine bes­sere Anbindung des Ruhrgebietes im Fernverkehr gewähr­leis­tet. Die bis­her in Essen Hbf enden­den Züge wer­den bis Dortmund ver­län­gert. Zwischen Köln Messe/​Deutz und Frankfurt (Main) müs­sen teil­weise Halte entfallen.

Die Züge der ICE-​Linie 10 (Köln – Berlin) fah­ren wei­ter­hin über den Regelweg und hal­ten in Essen und Bochum, jedoch nicht mehr in Düsseldorf-​Flughafen, da es hier zeit­li­che Überschneidungen mit der Nahverkehrslinie RE 6 gäbe.

Züge der ICE-​Linie 1 (Sprinter ICE 1094 und ICE 1095) Köln – Essen – Hamburg müs­sen ersatz­los ausfallen.

Die Züge der ICE-​Linie 42 (München – Stuttgart – Mannheim – Siegburg – Köln Hbf – Dortmund) fah­ren nur von/​nach Düsseldorf Hbf.

Züge der ICE-​Linie 47 (Dortmund – Essen – Frankfurt-​Flughafen Fernbf. – Stuttgart) und ICE-​Linie 49 (Dortmund – Essen – Köln – Frankfurt (M)) begin­nen und enden teil­weise in bei­den Richtungen in Düsseldorf.

Züge der IC-​Linie 50 (Düsseldorf – Essen – Leipzig) begin­nen und enden in bei­den Richtungen in Dortmund.

Züge der IC-​Linie 30 (Hamburg – Essen – Köln – Stuttgart) wer­den umge­lei­tet, die plan­mä­ßi­gen Halte in Dortmund, Bochum und Essen müs­sen ent­fal­len, in Gelsenkirchen ist ein Ersatzhalt eingerichtet.

Bei den Züge der IC-​Linie 32 (Berlin – Hannover – Essen – Köln – Stuttgart) kann es zu Änderungen kom­men, teil­weise müs­sen Züge ausfallen.

Regional- und S‑Bahnverkehr:

Die Linien RE 1 (Aachen – Hamm und zwei­stünd­lich Paderborn) und neu die Linie RE 6 (Düsseldorf – Bielefeld – Minden) fah­ren im Stundentakt jeweils auf dem Regelweg mit Halt in Mülheim (Ruhr), Essen, Wattenscheid und Bochum Hbf. Hierdurch kann zwi­schen Essen und Duisburg den Nahverkehrskunden ein kon­ti­nu­ier­li­ches Zugangebot gemacht werden.

Die Linie RE 2 (Düsseldorf – Münster) wird zwi­schen Duisburg und Gelsenkirchen wei­ter­hin über Essen–Altenessen (Ersatzhalt) umge­lei­tet ohne Halt in Mülheim (Ruhr) und Essen Hbf.

Die Linie RE 11 (Mönchengladbach – Duisburg – Hamm) wird neu eben­falls umge­lei­tet und ver­kehrt zwi­schen Duisburg und Dortmund über Gelsenkirchen Hbf (Ersatzhalt) und Herne (Ersatzhalt). Die Halte in Mülheim (Ruhr), Essen Hbf, Wattenscheid und Bochum ent­fal­len. In der Fahrtrichtung von Hamm nach Duisburg fah­ren die Züge einige Minuten frü­her ab.

Die S1 fährt weit­ge­hend fahr­plan­mä­ßig auf dem Regelweg. Es ist nur noch mit gerin­gen Verspätungen zu rechnen.

S3 ent­fällt auf dem Abschnitt Essen Hbf–Oberhausen.
Ein Ersatzverkehr mit Bussen besteht zwi­schen Mülheim Hbf und Oberhausen Hbf mit Umsteigemöglichkeit in Mülheim Hbf zu den Zügen des Regionalverkehrs und in Mülheim-​Styrum zur S 1.

Die Deutsche Bahn emp­fiehlt allen Reisenden wei­ter­hin, sich vor Fahrtantritt auf der Live-​Auskunft unter www​.bahn​.de oder bei der Kundenhotline 01806 99 66 33 (20 Cent pro Anruf aus dem deut­schen Festnetz) zu infor­mie­ren. Bei der Einstellung in die Fahrplansysteme, z.B. www​.bahn​.de, kann es jedoch noch zu Verzögerungen bis in die nächste Woche hin­ein kom­men auf­grund der Vielzahl der zu ändern­den Fahrplandaten. Die DB bit­tet um Entschuldigung für ent­ste­hende Unannehmlichkeiten.

Die Schadensaufnahme nach dem Stellwerksbrand hatte erge­ben, dass der bis­he­rige Bedienraum voll­stän­dig zer­stört ist. Die vor­han­dene Relaistechnik und die gesam­ten Außenanlagen kön­nen jedoch nach teils sehr auf­wän­di­gen Reparaturarbeiten wei­ter genutzt wer­den. Die Bahn hat mit gro­ßem Aufwand meh­rere Varianten zur Wiederherstellung geprüft und sich für die Wiederherstellung der Anlage ent­schie­den. Diese Variante ist am schnells­ten realisierbar.

Nach heu­ti­ger Prognose kann das Stellwerk in Mülheim-​Styrum vor­aus­sicht­lich bis März 2016 wie­der voll umfäng­lich in Betrieb genom­men wer­den. Über mög­li­che Zwischenstände wer­den wir zeit­nah informieren.

Die Trocknungs‑, Reinigungs- und Aufräumarbeiten in den Räumen des Stellwerks in Mülheim-​Styrum lau­fen auf Hochtouren. Der Bedienraum wird kom­plett ent­kernt. Außerdem ist das Gebäude mit einem Gerüst ein­ge­haust und die Sanierungsarbeiten am Dach haben begonnen.

Bis zur Wiederinbetriebnahme des Stellwerks müs­sen Reisende mit Beeinträchtigungen wie Umleitungen und Verspätungen rechnen.

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