Neuss: Gasalarm – Chemieeinsatz der Feuerwehr in Holzheim

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss-​Holzheim – Gegen 06:00 Uhr, am heu­ti­gen Donnerstag den 22.10.2015, wurde die Feuerwehr zu einem Chemieunfall in das Holzheimer Gewerbegebiet Kreitzweg alar­miert. In einem dor­ti­gen Betrieb soll es einen Austritt gif­ti­ger Gase gege­ben haben.

Wie vor­ge­se­hen erfolgte eine ABC Alarmierung, mit den ent­spre­chend aus­ge­rüs­te­ten Kräften. Vor Ort konnte die Meldung bestä­tigt wer­den. Aus einem Tank trat ein gesund­heits­schäd­li­ches Gas aus. Mit Chemieschutzanzügen unter­suchte die Feuerwehr die Leckage.

Der Gasaustritt konnte been­det wer­den. Nach vor­lie­gen­den Informationen han­delte es sich um das Gas Ammoniak. Ammoniak ist eine che­mi­sche Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff. Es ist ein stark ste­chend rie­chen­des, farb­lo­ses, was­ser­lös­li­ches und gif­ti­ges Gas, das zu Tränen reizt und ersti­ckend wirkt.

Da der Austritt inner­halb einer Fabrikationsanlage erfolgte, soll zu kei­ner Zeit eine Gefährdung der Bevölkerung statt­ge­fun­den haben.

Weitere Infos folgen

Feuerwehrbericht

Am Morgen des 22.10.2015 kam es gegen sechs Uhr in einem Betrieb zur Herstellung von Konzentraten für die Getränkeindustrie, in einem Kühlraum zu einem Austritt von Ammoniakgas.

Verletzt wurde niemand.

Als die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle ein­ge­trof­fen sind, hat­ten alle Mitarbeiter das Gebäude bereits verlassen.

Durch Feuerwehrkräfte in Spezialanzügen konnte die Gasauströmung gestoppt und die Ausbreitung des Ammoniakgases auf einen Raum begrenzt wer­den. Lüftungsmaßnahmen wur­den ein­ge­lei­tet und dau­ern z.Z. noch an.

Um eine Gefahr für die Bevölkerung aus­zu­schlie­ßen wer­den im Bereich Kreitzweg (Holzheim) Messungen durch­ge­führt. Die Messwerte lie­gen weit unter­halb der Grenzwerte.

Der Einsatz dau­ert noch ca. eine Stunde an.

Eingesetzte Kräfte /​Löschzüge:
Hauptamtlicher Löschzug, Messeinheit, Freiwillige Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei

Einsatzleiter: Michael Schöpkens

Pressemeldung des betrof­fe­nen Unternehmens

Am frü­hen Donnerstagmorgen kam es am Standort Neuss der Döhler Gruppe zu einem Austritt von Ammoniak in einer Kälteanlage. Mit Hilfe der ortan­säs­si­gen Feuerwehr konnte die Störung in kür­zes­ter Zeit und ohne Schädigung von Personen und Umwelt beho­ben werden. 

Das auf­grund eines maschi­nel­len Defekts aus­ge­tre­tene Ammoniak wurde kurz vor 6 Uhr von zwei Facharbeitern ent­deckt. Bereits um 6:05 Uhr war die Feuerwehr alar­miert und das gesamte Gebäude eva­ku­iert. Die inner­halb von weni­gen Minuten ein­tref­fende Feuerwehr konnte im Zuge ihres Einsatzes den Austritt des Gases auf einen Raum beschrän­ken. Die dar­auf fol­gen­den Lüftungsmaßnahmen der Feuerwehr besei­tig­ten das Gas voll­stän­dig. Die Ergebnisse der Messungen der Neusser Feuerwehr bestä­tig­ten keine Überschreitungen der gesetz­li­chen Grenzwerte. Im Anschluss wurde die Störung von einer Fachfirma behoben.

Der Störung hat ledig­lich das Werksgelände betrof­fen und die Feuerwehr konnte bereits nach einer ers­ten Lagesichtung von einer Meldung an die umlie­gen­den Anwohner abse­hen. Nach weni­gen Stunden war die Störung beho­ben und gegen 10 Uhr konnte der Betrieb auf dem Gelände wie­der auf­ge­nom­men wer­den. Dank der Einhaltung aller detail­liert fest­ge­leg­ten Maßnahmen zur Behebung von Störungen und einem pro­fes­sio­nel­len und schnel­len Einsatz der ansäs­si­gen Feuerwehr und Polizei konnte die Störung ohne Personenschäden oder Gefahr für die umlie­gende Bevölkerung beho­ben werden. 

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