Neuss: Gasalarm – Chemieeinsatz der Feuerwehr in Holzheim

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Neuss-Holzheim – Gegen 06:00 Uhr, am heutigen Donnerstag den 22.10.2015, wurde die Feuerwehr zu einem Chemieunfall in das Holzheimer Gewerbegebiet Kreitzweg alarmiert.  In einem dortigen Betrieb soll es einen Austritt giftiger Gase gegeben haben.

Wie vorgesehen erfolgte eine ABC Alarmierung, mit den entsprechend ausgerüsteten Kräften. Vor Ort konnte die Meldung bestätigt werden. Aus einem Tank trat ein gesundheitsschädliches Gas aus. Mit Chemieschutzanzügen untersuchte die Feuerwehr die Leckage.

Der Gasaustritt konnte beendet werden. Nach vorliegenden Informationen handelte es sich um das Gas Ammoniak. Ammoniak ist eine chemische Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff. Es ist ein stark stechend riechendes, farbloses, wasserlösliches und giftiges Gas, das zu Tränen reizt und erstickend wirkt.

Da der Austritt innerhalb einer Fabrikationsanlage erfolgte, soll zu keiner Zeit eine Gefährdung der Bevölkerung stattgefunden haben.

Weitere Infos folgen

Feuerwehrbericht

Am Morgen des 22.10.2015 kam es gegen sechs Uhr in einem Betrieb zur Herstellung von Konzentraten für die Getränkeindustrie, in einem Kühlraum zu einem Austritt von Ammoniakgas.

Verletzt wurde niemand.

Als die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eingetroffen sind, hatten alle Mitarbeiter das Gebäude bereits verlassen.

Durch Feuerwehrkräfte in Spezialanzügen konnte die Gasauströmung gestoppt und die Ausbreitung des Ammoniakgases auf einen Raum begrenzt werden. Lüftungsmaßnahmen wurden eingeleitet und dauern z.Z. noch an.

Um eine Gefahr für die Bevölkerung auszuschließen werden im Bereich Kreitzweg (Holzheim) Messungen durchgeführt. Die Messwerte liegen weit unterhalb der Grenzwerte.

Der Einsatz dauert noch ca. eine Stunde an.

Eingesetzte Kräfte / Löschzüge:
Hauptamtlicher Löschzug, Messeinheit, Freiwillige Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei

Einsatzleiter: Michael Schöpkens

Pressemeldung des betroffenen Unternehmens

Am frühen Donnerstagmorgen kam es am Standort Neuss der Döhler Gruppe zu einem Austritt von Ammoniak in einer Kälteanlage. Mit Hilfe der ortansässigen Feuerwehr konnte die Störung in kürzester Zeit und ohne Schädigung von Personen und Umwelt behoben werden.

Das aufgrund eines maschinellen Defekts ausgetretene Ammoniak wurde kurz vor 6 Uhr von zwei Facharbeitern entdeckt. Bereits um 6:05 Uhr war die Feuerwehr alarmiert und das gesamte Gebäude evakuiert. Die innerhalb von wenigen Minuten eintreffende Feuerwehr konnte im Zuge ihres Einsatzes den Austritt des Gases auf einen Raum beschränken. Die darauf folgenden Lüftungsmaßnahmen der Feuerwehr beseitigten das Gas vollständig. Die Ergebnisse der Messungen der Neusser Feuerwehr bestätigten keine Überschreitungen der gesetzlichen Grenzwerte. Im Anschluss wurde die Störung von einer Fachfirma behoben.

Der Störung hat lediglich das Werksgelände betroffen und die Feuerwehr konnte bereits nach einer ersten Lagesichtung von einer Meldung an die umliegenden Anwohner absehen. Nach wenigen Stunden war die Störung behoben und gegen 10 Uhr konnte der Betrieb auf dem Gelände wieder aufgenommen werden. Dank der Einhaltung aller detailliert festgelegten Maßnahmen zur Behebung von Störungen und einem professionellen und schnellen Einsatz der ansässigen Feuerwehr und Polizei konnte die Störung ohne Personenschäden oder Gefahr für die umliegende Bevölkerung behoben werden.

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