Korschenbroich: Stadtverwaltung berei­tet die Turnhalle in Pesch für Flüchtlinge vor

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Korschenbroich – Die nächs­ten Flüchtlinge, die nach Korschenbroich kom­men, wer­den Zuflucht in der Gymnastikhalle Pesch finden. 

Wir begin­nen gerade mit der Herrichtung der Sporthalle, die wir vor­aus­sicht­lich am Donnerstag, 22. Oktober, brau­chen“, erklärt Thomas Dückers, Erster Beigeordneter und Flüchtlingsbeauftragter der Verwaltung, am Dienstag. „17 Menschen wer­den in der Halle, die zur Grundschul-​Dependance der Andreas-​Grundschule gehört, unter­kom­men. Wir koor­di­nie­ren zur­zeit unter ande­rem die Anlieferung und das Aufstellen pro­vi­so­ri­scher Betten.

Außerdem struk­tu­rie­ren wir die Unterbringung so um, dass in Pesch nahe des Schulhofes Familien und Ehepaare ein Dach über dem Kopf bekom­men.“ Petra Köhnen aus dem Sozialamt gibt den Flüchtlingen, wenn sie ein­tref­fen, einen mehr­spra­chi­gen Leitfaden an die Hand. Zusätzlich zu den Informationen, wie die Hilfesuchenden zum Beispiel den öffent­li­chen Busverkehr nut­zen, beinhal­tet er Hinweis zum sozia­len Miteinander, das von Toleranz und gegen­sei­ti­gem Respekt getra­gen wer­den sollte.

Schulleiter Wolfgang Grüe konnte die Schulpflegschaft lei­der nur sehr kurz­fris­tig infor­mie­ren, weil die Zuweisung zeit­nah erfolgte. „Wir kön­nen zum Glück den Schulsport für unsere Pescher Kinder zu 100 % wei­ter anbie­ten“, erklärt Hans-​Peter Walther, der Sachgebietsleiter für Schulen und Sport im Rathaus. „Die Jungen und Mädchen wer­den nun am Hauptstandort der Grundschule an der Pescher Straße in Sport unter­reich­tet. Über den Weg dort­hin müs­sen die Familien sich keine Sorgen machen. Wir stel­len Busse im Pendelverkehr zur Verfügung, so dass die Kinder sicher von Pesch nach Korschenbroich in den Ortskern kommen.“

Die Volkshochschule und Vereine, die die Halle nut­zen, hat Walther infor­miert. Thomas Dückers erläu­tert: „Die Gymnastikhalle Pesch müs­sen wir nun lei­der bele­gen, weil sie nach dem Hallensportzentrum und Lüttenglehn die nächste Notunterkunft auf der vom Stadtrat ver­ab­schie­de­ten Liste zur kurz­fris­ti­gen Unterbringung ist.“

Wer in der jüngs­ten Zeit in Pesch am Weißen Weg spa­zie­ren gegan­gen ist, weiß, dass sich hier schon etwas tut: Das Gebäudemanagement der Stadt hat hier bereits die Leitungen für ein neues Flüchtlingsheim in Fertigbauweise gelegt. Die Bauteile wer­den nach aktu­el­lem Stand im November 2015 erwar­tet. Zurzeit (Stand 20. Oktober 2015) leben 530 Flüchtlinge in Korschenbroich.

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