Kaarst: Auch Sporthalle Bruchweg wird seit Montag, dem 19.10.2015 als Notunterkunft für Flüchtlinge hergerichtet

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Die Unterbringung von zuge­wie­se­nen Flüchtlingen zur Vermeidung von Obdachlosigkeit zwingt die Verwaltung zur Nutzung einer wei­te­ren Sporthalle.

Einschränkungen für Sporttreibende las­sen sich dabei lei­der nicht län­ger vermeiden.

Der noch anhal­tende Engpass an nor­ma­len Unterkünften stellt die Stadt Kaarst vor eine wei­tere Herausforderung. Zur kurz­fris­ti­gen Unterbringung wei­te­rer Flüchtlinge wird seit Montag, dem 19.10.2015, die Sporthalle Bruchweg (kleine Halle, direkt am Bruchweg) als Notunterkunft für Flüchtlinge ein­ge­rich­tet. Hier sol­len in den nächs­ten Tagen Menschen unter­ge­bracht wer­den, für die in den bis­her bestehen­den Notunterkünften der­zeit kein Platz mehr vor­han­den ist. Daneben war­ten der­zeit noch rund 50 Menschen in der Sporthalle Bussardstraße auf geeig­ne­tere Unterkünfte.

Anders als noch bei der Einrichtung der Sporthalle Bussardstraße vor zwei Wochen las­sen sich nun nicht mehr alle Sportnutzungen auf andere Hallen zu ande­ren Zeiten ver­tei­len. Für die Vereins- und Freizeitsportler, die die Halle an der Bussardstraße genutzt hat­ten, konnte die Verwaltung noch Alternativen in ande­ren Hallen und zum Teil zu ande­ren Zeiten anbie­ten. Diese Kapazitäten sind nun wei­test­ge­hend aus­ge­reizt, so dass der größte Teil des Sportangebotes in der Halle am Bruchweg zunächst lei­der ersatz­los aus­fal­len muss. Die Verwaltung bemüht sich gemein­sam mit den Kaarster Sportvereinen um kurz­fris­tige Lösungen und Kompromisse.

Weiterhin ist eine dezen­trale Unterbringung in städ­ti­schen Flüchtlingsunterkünften oder in von pri­vat ange­mie­te­ten Wohnungen in der Kürze der gege­be­nen Zeit nicht mög­lich. Um den Ausfall der Sporthallen trotz­dem mög­lichst gering zu hal­ten, lau­fen in der Stadtverwaltung inten­sive Vorbereitungen, um auch geeig­nete Gewerbehallen in Notunterkünfte umzu­bauen. Eine sol­che Umbaumaßnahme braucht jedoch meh­rere Wochen.

Allen Beteiligten ist bewusst, wie unglück­lich diese Umnutzung der Sporthallen ist. Es ist keine dau­er­haft geeig­nete Unterbringungsmöglichkeit für die betrof­fe­nen Menschen. Und Einschränkungen für den Sport, der auch einen gro­ßen und akti­ven Part in der wich­ti­gen ehren­amt­li­chen Tätigkeit und Integrationsarbeit für Flüchtlinge aus­macht, sind dabei natür­lich kon­tra­pro­duk­tiv. Es feh­len aber schlicht kurz­fris­tige Alternativen.

Wie an der Bussardstraße bit­tet die Stadt auch an der Sporthalle Bruchweg um Verständnis, dass zum Schutze der Privatsphäre der dort behelfs­weise unter­ge­brach­ten Personen kein unkon­trol­lier­ter Zugang in die Sporthalle erfol­gen kann.

Anwohner und die benach­barte Grundschule wer­den par­al­lel zu die­ser Mitteilung durch die Verwaltung auch direkt informiert.

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