Kaarst: Sporthalle Bussardstraße wird ab heute als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Bedingt durch die anhal­tende Flüchtlingssituation wurde und wird auch die Stadt Kaarst vor die Aufgabe der Unterbringung von zuge­wie­se­nen Flüchtlingen zur Vermeidung von Obdachlosigkeit gestellt.

Nunmehr wird auf­grund eines aktu­el­len Engpasses bei nor­ma­len Unterkünften auch die Stadt Kaarst vor die Herausforderung der Unterbringung von Flüchtlingen in einer Sporthalle gestellt. Ab Montag, dem 05.10.2015, wer­den zunächst 30 Menschen unter­zu­brin­gen sein, für die in den bis­her bestehen­den Notunterkünften der­zeit kein Platz mehr vor­han­den ist.

Da eine dezen­trale Unterbringung in städ­ti­schen Flüchtlingsunterkünften oder in von pri­vat ange­mie­te­ten Wohnungen für die­sen Personenkreis in der Kürze der gege­be­nen Zeit nicht mög­lich ist, wird die Sporthalle Bussardstraße vor­über­ge­hend als Unterbringungsmöglichkeit für Flüchtlinge genutzt, wobei die genaue Aufenthaltsdauer noch nicht bekannt ist. Auch eine Versorgung mit Mahlzeiten wird vor Ort zen­tral durch die Stadtverwaltung erfolgen.

Dieses Objekt erscheint nach ein­ge­hen­der Prüfung kurz­fris­tig am bes­ten geeig­net. Das Objekt wird durch die Verwaltung mit Unterstützung von Hilfsorganisationen für die Aufnahme von Flüchtlingen her­ge­rich­tet, um unse­ren Gästen den Aufenthalt so erträg­lich wie mög­lich zu gestalten.

Bisher haben die Bürgerinnen und Bürger unse­rer Stadt eine unver­gleich­li­che Willkommenskultur gepflegt; ehren­amt­li­che prak­ti­sche Hilfe und Sachspenden wur­den reich­lich bereits umfas­send ange­bo­ten und wer­den auch sicher­lich wei­ter­hin benötigt.

Jedoch bit­ten wir um Verständnis, dass zum Schutze der Privatsphäre der dort behelfs­weise unter­ge­brach­ten Personen kein unkon­trol­lier­ter Zugang in die Sporthalle erfol­gen kann.

Ebenso möch­ten wir alle Kaarsterinnen und Kaarster bit­ten: „Tragen Sie dazu bei, dass diese Menschen, die sich nach Aufgabe ihrer Heimat wegen Krieg und Terror, dem Verlust von Familienbanden, dem Verlust von Hab und Gut und oft­mals trau­ma­ti­scher Erfahrungen auch wäh­rend der Flucht in unse­rer Stadt wohl­füh­len. Sollten Sie also in Kürze im Umfeld der Sporthalle Flüchtlingsfamilien begeg­nen, wären wir Ihnen sehr dank­bar, wenn Sie den Menschen bei Bedarf mit benö­tig­ten Auskünften weiterhelfen.“

Anwohner und die benach­barte Kita Bussardstraße wer­den par­al­lel zu die­ser Mitteilung durch die Verwaltung auch direkt informiert.

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