Rommerskirchen: Neue Altglascontainer sor­gen für weni­ger Lärm

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Rommerskirchen – Seit 1974 gibt es in Deutschland für Altglas ein flä­chen­de­cken­des Sammelsystem. Meist wer­den Bringcontainersysteme zur getrenn­ten Erfassung von Weiß‑, Braun- und Grünglas eingesetzt.

Der Grund: Glas lässt sich unend­lich oft wie­der ein­schmel­zen. Es kann belie­big oft in den Schmelzprozess zurück­ge­führt und zu neuen Produkten ver­ar­bei­tet wer­den. Da recy­cel­tes Glas bei nied­ri­ge­ren Temperaturen als die zur Glasherstellung erfor­der­li­chen Rohstoffe schmilzt, sinkt der Energiebedarf, wenn Glasscherben zuge­setzt werden.

Die Aufbereitung des gesam­mel­ten Behälterglases erfolgt zwar wei­test­ge­hend voll­au­to­ma­tisch, die Farbsortierung erfor­dert jedoch aus tech­ni­schen und öko­no­mi­schen Gründen eine nach Farben getrennte Sammlung der Glasbehälter. So ist die Sortenreinheit der gesam­mel­ten Glasmengen eine Voraussetzung für die Rückführung von Behälterglasscherben in den Schmelzprozess zur Herstellung neuer Flaschen und Gläser.

Generell ist eine Vorsortierung beim Verbraucher unbe­dingt erfor­der­lich. Fensterglas, Autoglas, Kristallglas und feu­er­feste Gläser las­sen sich bei der Altglasaufbereitung nur schwer aus­sor­tie­ren und kön­nen zu hohen Produktionsausfällen oder zur Anreicherung von Schwermetallen im Behälterglaskreislauf füh­ren, zum Beispiel durch Bleikristallglasscherben. Deshalb dür­fen diese Gläser nicht in Altglasbehältern ent­sorgt werden.

Über 250 000 sol­cher Altglascontainer sind bun­des­weit im Einsatz. In Rommerskirchen gibt es 10 Standorte.

Nicht immer sto­ßen die Stellplätze der Altglascontainer auf Zustimmung der Nachbarschaft, da vom Einwurf des Altglases häu­fig eine Lärmbelästigung ausgeht.

Das wird jetzt in Rommerskirchen bes­ser.”, so Bürgermeister Dr. Martin Mertens Sämtliche Altglascontainer sind aus­ge­tauscht wor­den. Der wesent­li­che Unterschied: bestan­den die alten Container aus Metall, so sind die neuen aus Kunststoff und sind bes­ser gedämmt. Eine wei­tere Lärmminderung geht von den neu kon­stru­ier­ten Einwurfschächten aus.

Unabhängig davon weist das Rathaus dar­auf hin, dass der Einwurf von Altglas nur in der Zeit zwi­schen 7 und 19 Uhr erfol­gen darf.

(9 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)