Dormagen: Stadt nahm in der Nacht 83 Flüchtlinge auf

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Gegen 1.30 Uhr kam die Nachricht heute Nacht (9.9.2015) für die Stadt Dormagen: Am Fernbahnhof in Düsseldorf waren zwei Sonderzüge mit Flüchtlingen angekommen. 

Insgesamt 900 Menschen muss­ten bin­nen kür­zes­ter Zeit auf Unterkünfte ver­teilt wer­den – dar­un­ter auch die Noterstaufnahmestelle des Landes in Dormagen. „Um 2.10 Uhr stan­den dann schon zwei Busse mit 83 Flüchtlingen bei uns vor der Unterkunft an der Beethovenstraße“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Dem dort täti­gen Malteser-​Hilfsdienst und einem eilends zusam­men­ge­ru­fe­nen Team der Stadtverwaltung gelang es, die Flüchtlinge mit dem Nötigsten zu ver­sor­gen und ihnen Schlafplätze zuzu­wei­sen. „Das lief alles sehr ruhig und geord­net ab. Nur eine Frau war so ent­kräf­tet, dass sie ins Krankenhaus gebracht wer­den musste“, berich­tet der Bürgermeister.

Unter den Neuankömmlingen befan­den sich 73 Syrer, vier Flüchtlinge aus dem Kamerun und sechs aus Indien und Bangladesch. Heute wer­den die Flüchtlinge medi­zi­nisch unter­sucht und auf­ent­halts­recht­lich regis­triert. Ausreichend Plätze waren für sie in der Notunterkunft frei, da diese bis Donnerstag ohne­hin kom­plett neu mit 150 Bewohnern belegt wer­den sollte. Die dort zuvor unter­ge­brach­ten Flüchtlinge waren größ­ten­teils schon auf regu­läre Unterkünfte in ande­ren Städten Nordrhein-​Westfalens ver­teilt worden.

Wir sind in der Flüchtlingsfrage täg­lich vor neue Herausforderungen gestellt, die wir aber wei­ter pro­fes­sio­nell und enga­giert bewäl­ti­gen“ – so lau­tet die Bilanz des Bürgermeisters nach einer durch­wach­ten Nacht. Eine Task Force der Stadtverwaltung hat inzwi­schen geprüft, wel­che grö­ße­ren Gebäude im Stadtgebiet eben­falls für die Unterbringung von Flüchtlingen in Frage kom­men könnten.

Wir wer­den dazu nun Ortstermine mit der Bezirksregierung machen und dann infor­mie­ren, wel­che Gebäude aus unse­rer Sicht geeig­net sind“, so der Bürgermeister.

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