Jüchen: Erinnerungsstättenkonzept Garzweiler

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Die Umsiedlung Garzweiler ist seit 1989 abge­schlos­sen. Um die Erinnerung an den alten Ort Garzweiler wach zu erhal­ten, ist beab­sich­tigt, auf der dem­nächst rekul­ti­vier­ten Fläche von Alt-​Garzweiler eine Erinnerungsstätte, die auf mar­kante Punkte bzw. Gebäude hin­wei­sen, zu errichten.

Hierzu wurde eine Arbeitsgruppe gebil­det, zu der neben der Verwaltung der Gemeinde Jüchen Vertreter der RWE Power AG sowie Vertreter der Interessegemeinschaft der Garzweiler Vereine gehören.

Zur Einbindung der Garzweiler Bürger fan­den unter Federführung der IG Garzweiler zwei sehr gut besuchte Bürgerversammlungen statt. Ziel die­ser Versammlungen war es, mit den betrof­fe­nen Bürgern und Vereinen eine ein­ver­nehm­li­che Entscheidung über die Ausgestaltung der Erinnerungsstätte zu erzie­len. Bei die­sen Veranstaltungen haben weit über 90 % der Bürger eine zen­trale Erinnerungsstätte im Bereich der alten Ortslage Garzweiler befürwortet.

v.l.n.r.: stehend: Hubert Bierewirtz, Heinz Kunze, Dr. Harald Marx, Tim Stein,                    sitzend: Heinz Königs, Michael Eyll-Vetter, Harald Zillikens Foto: Gemeinde
v.l.n.r.: ste­hend: Hubert Bierewirtz, Heinz Kunze, Dr. Harald Marx, Tim Stein, sit­zend: Heinz Königs, Michael Eyll-​Vetter, Harald Zillikens Foto: Gemeinde

Auf Basis des nun fest­ste­hen­den Konzeptes der Erinnerungsstätte haben am heu­ti­gen Tag Vertreter der IG Garzweiler, der RWE Power AG und Bürgermeister Harald Zillikens eine Vereinbarung unter­zeich­net, die den Fahrplan zur Errichtung der Erinnerungsstätte fest­legt. Auch wenn mit der Errichtung nicht vor 2025 zu rech­nen ist, war es Bürgermeister Zillikens wich­tig diese Vereinbarung bereits jetzt zu tref­fen, „damit die Umsiedler die Erinnerung an den alten Ort Garzweiler an ihre Kinder und Enkelkinder wei­ter­ge­ben können“.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die RWE Power AG in der Rekultivierung für die Gemeinde Jüchen eine rd. 2.500 m² große Fläche vor­sieht, auf der die Errichtung der Erinnerungsstätte durch die IG Garzweiler erfol­gen wird. Ebenfalls wird die RWE Power AG der IG mit ver­schie­de­nen Beistellungen zur Seite ste­hen. Michael Eyll-​Vetter, Leiter Bergbauplanung der RWE Power AG: „Im Sinne eines guten Nachbarschaftsverhältnisses unter­stüt­zen wir die IG Garzweiler bei der Errichtung gerne und tat­kräf­tig mit.“

Die Instandhaltung und Pflege der Erinnerungsstätte wird durch die Schützenbruderschaft Garzweiler über­nom­men. Dieter Königs, als Vertreter der IG Garzweiler, freut sich, dass „die Bruderschaft dies mit einem ein­stim­mi­gen Votum beschlos­sen hat. Hierdurch kön­nen ver­stärkt junge Leute ein­be­zo­gen wer­den und dafür sor­gen, dass die Erinnerung an Alt-​Garzweiler fort­be­steht.“ „Die Vereinbarung berück­sich­tigt das Konzept der IG und wird des­halb ganz­heit­lich mit­ge­tra­gen. Sein aus­drück­li­cher Dank gilt der Gemeinde Jüchen und der RWE Power AG für die kon­struk­tive gute Zusammenarbeit.

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