Neuss: Polizei warnt erneut vor der „Enkeltrickmasche” – Senior reagierte umsichti

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) – Aus aktu­el­lem Anlass warnt die Polizei vor Betrügern, die in Neuss mit dem so genann­ten „Enkeltrick” unter­wegs sind. „Hallo, ich bin es, dein Enkel/​Neffe! Erkennst du mich nicht”? 

Mit die­sen Worten mel­dete sich im Laufe des Mittwochvormittag (02.09.) tele­fo­nisch ein angeb­li­cher Verwandter bei einem über 90 Jährigen in Neuss. Dieser gab an, sich in finan­zi­el­len Schwierigkeiten zu befin­den und drin­gend Bargeld zu benötigen.

Der miss­traui­sche Senior erkannte, dass es sich bei dem Anrufer offen­sicht­lich um einen soge­nann­ten „Enkeltrickbetrüger” han­delte. Er ging nicht auf die Forderungen des Unbekannten ein, son­dern infor­mierte rich­ti­ger­weise die Polizei. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Erfahrungsgemäß hal­ten sich Gruppen die­ser Betrüger für einen län­ge­ren Zeitraum in einem bestimm­ten Gebiet auf. Daher ist nicht aus­zu­schlie­ßen, dass es in den nächs­ten Tagen zu wei­te­ren Betrugsversuchen kommt. Bei Anrufen die­ser Art han­delt es sich um den soge­nann­ten Enkeltrick, bei dem die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft älte­rer Menschen aus­ge­nutzt wird. Im schlimms­ten Fall hän­di­gen die Opfer Geld in der Annahme aus, dass sich ein Verwandter in einer finan­zi­el­len Notlage befindet.

Tatsächlich han­delt es sich bei dem Anrufer weder um einen Verwandten oder alten Bekannten, noch liegt eine finan­zi­elle Notlage vor. Die Polizei rät daher, nie­mals Geld an fremde Personen aus­zu­hän­di­gen und sich sofort bei der Verwandtschaft nach der Richtigkeit des Anrufes zu erkun­di­gen. Derartige Vorkommnisse soll­ten unver­züg­lich der Polizei gemel­det wer­den. Angehörige von älte­ren Menschen, die alleine in ihren Wohnungen leben, soll­ten Seniorinnen und Senioren über die Masche der Betrüger aufklären.

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