Dormagen: Stadt über­prüft Verkehrslärm – Bürger kön­nen Anregungen zu Plänen einreichen

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Rund 300 Menschen sind in Dormagen tags­über von zu lau­tem Verkehrslärm über 70 Dezibel betrof­fen, bei rund 420 Anwohnern wird der nächt­li­che „Auslösewert“ von 60 Dezibel überschritten. 

Dies erga­ben Untersuchungen im Auftrag der Stadtplanung bei den Vorbereitungen für den Lärmaktionsplan. „Bei die­sem wich­ti­gen Thema haben wir nun mehr Klarheit“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Nach der Umgebungslärmrichtlinie der Europäischen Union wur­den die Messungen an allen Straßen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 8 200 Fahrzeugen am Tag vorgenommen.

Das sind im Stadtgebiet die A 57, die B 9, die L 280 und die L 380. Insbesondere die Wohngebiete nahe der Autobahn 57 in Horrem, Delrath und Hackenbroich sind betroffen.

Hoffnung für die Anwohner die­ser Stadtteile ver­hei­ßen die Lärmschutzmaßnahmen im Zuge des sechs­spu­ri­gen Ausbaus der A 57. Im Bereich Horrem soll auf 660 Meter Länge eine über­dachte „Galerie“ mit neun Meter hohen Schutzwänden ent­ste­hen. Im Bereich Delrath ist neben Lärmschutzwällen und Wänden auch ein neuer Fahrbahnbelag vor­ge­se­hen, der die Lärmbelastung zusätz­lich min­dert. „Der Ausbau der A 57 in Dormagen befin­det sich zur­zeit im Planfeststellungsverfahren“, erläu­tert Städtebaufachbereichsleiter Gregor Nachtwey.

Doch auch den ande­ren betrof­fe­nen Anwohnern sol­len mit Lärmminderungsmaßnahmen gehol­fen wer­den. Mit die­sem Thema beschäf­tigte sich der Planungs- und Umweltausschuss in sei­ner Sitzung am gest­ri­gen Dienstag. In Abstimmung mit den beauf­trag­ten Fachbüros legte die Verwaltung hier einen Prioritätenvorschlag für Lärmschutzmaßnahmen vor.

In die Priorität A sol­len die Klosterstraße in Delhoven und die Provinzialstraße in Dormagen und Horrem (bei­des L 280) fal­len. Auch die Neusser Straße in Nievenheim (L 380) ist in die­ser Dringlichkeitsstufe vor­ge­se­hen. Mögliche Maßnahmen sind vor Ort der Einbau von Flüsterasphalt, Geschwindigkeitsreduzierungen oder pas­sive Lärmschutzmaßnahmen wie schall­iso­lie­rende Fenster. „Für die Klosterstraße in Delhoven hat der Landesbetrieb Straßenbau für 2016 bereits einen neuen lärm­min­dern­den Straßenbelag zuge­sagt“, erklärt Nachtwey. Auch bei den wei­te­ren Maßnahmen ist die Stadt auf die Unterstützung durch das Land als Straßenbaulastträger angewiesen.

In die Priorität B sol­len die Einflussbereiche der Autobahn in Delrath, Hackenbroich und Horrem fal­len. „Hier wol­len wir erst ein­mal abwar­ten, wel­chen Erfolg die umfang­rei­chen Lärmschutzmaßnahmen beim sechs­spu­ri­gen Ausbau haben und dann gege­be­nen­falls nach­steu­ern“, so Nachtwey.

Auch die Bürger kön­nen sich bei die­sem Thema mit Anregungen ein­brin­gen. Nach Beschluss des Planungsausschusses liegt der Entwurf zum Lärmaktionsplan nun vom 18. September bis zum 19. Oktober zur Einsichtnahme bei der Stadtplanung im Technischen Rathaus an der Mathias-​Giesen-​Straße aus. Auf der städ­ti­schen Website www​.dor​ma​gen​.de ste­hen diese Informationen eben­falls im Bereich „Bauen, Umwelt & Verkehr“ unter „Stadtplanung“ zu Verfügung.

Ihre Ideen und Einwendungen kön­nen die Bürger ent­we­der direkt auf der Website mit einem Beteiligungsformular oder per E‑Mail an carsten.wienberg@stadt-dormagen.de ein­rei­chen. Die Postadresse lau­tet Stadt Dormagen, Stadtplanung, Mathias-​Giesen-​Straße 11, 41539 Dormagen. Der zustän­dige Mitarbeiter Carsten Wienberg ist tele­fo­nisch unter 02133/257–412 erreichbar.

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