Neuss: Enkeltrickbetrüger waren lei­der erfolgreich

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) – Sehr häu­fig hat die Polizei im Rhein-​Kreis Neuss über die so genannte Enkeltrickmasche berich­tet. Mit der Unterstützung unse­rer ört­li­chen Medien zeigte sich eine deut­li­che Wirkung bei den Seniorinnen und Senioren. 

Sie taten in vie­len Fällen genau das, was die Polizei sich wünscht. Sie waren grund­sätz­lich miss­trau­isch, lehn­ten Geldübergaben an fremde Menschen kate­go­risch ab und haben beim gerings­ten Verdacht das Telefongespräch been­det und schließ­lich bei dem Verwandten ange­ru­fen, der angeb­lich in finan­zi­el­ler Not ste­cken soll und auch die Polizei über sol­che Anrufe informiert.

Aus aktu­el­lem Anlass warnt die Polizei jetzt wie­der vor Betrügern, die mit die­ser „Enkeltrickmasche” unter­wegs sind und lei­der auch in einem Fall erfolg­reich waren.

Am Dienstagnachmittag (24.08.) fiel eine Seniorin aus Neuss dem „Enkeltrick” zum Opfer. Am Nachmittag mel­dete sich ein männ­li­cher Anrufer mit den Worten „Oma, ich bin es!” bei der 84-​jährigen Frau. Im Verlauf des Telefonats erklärte ihr der angeb­li­che „Enkel”, drin­gend Bargeld für eine Versteigerung in Mönchengladbach zu benötigen.

Die Ausführungen klan­gen für die ältere Dame glaub­haft, da sie den Anrufer tat­säch­lich für ihren Verwandten hielt. Dieser wollte einen Mann vor­bei schi­cken, da er „nicht weg könne”, der den Betrag abho­len würde. Dies geschah dann auch gegen 16:00 Uhr. Wie ver­ab­re­det, traf das Opfer sich vor dem Haus mit dem Abholer und hän­digte ihm meh­rere tau­send Euro aus. Der Unbekannte ver­schwand nach der Übergabe zu Fuß in Richtung Adolfstraße. Als der Geschädigten dann wenig spä­ter Zweifel an der Angelegenheit kamen, stellte sie nach einem Telefonat mit dem „ech­ten” Enkel fest, dass sie betro­gen wor­den war.

Der Mann, der als Mitglied die­ser Bande, das Geld abge­holt hat, war etwa 170 Zentimeter groß und weit über 20 Jahre alt. Er hatte dunk­les kur­zes Haar, trug dunkle Kleidung und hatte eine dunkle Ledertasche dabei. Nach Angaben der Geschädigten sprach er akzent­frei deutsch und hatte ein ins­ge­samt sehr gepfleg­tes Erscheinungsbild.

Wer Hinweise zu die­ser Tat geben kann, wird gebe­ten, die Polizei (02131/​3000) zu informieren.

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