Dormagen: Stadt sucht drin­gend Gebäude für Flüchtlinge

Dormagen – Über die weiterhin ansteigenden Flüchtlingszahlen informierte NRW-Innenminister Ralf Jäger heute in Düsseldorf die Spitzenvertreter von 115 Kommunen mit Landesunterkünften.

„Wir müssen uns darauf einstellen, dass uns in den kommenden Monaten weitere hilfsbedürftige Menschen zugewiesen werden“, bilanziert Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld nach dem Gespräch. Gemeinsam mit anderen Bürgermeistern verlangte er vom Land klare finanzielle Zusagen für die Unterbringung und mehr medizinische Unterstützung.

„Mit der enormen Hilfsbereitschaft unserer Bevölkerung werden wir die Situation in Dormagen auch weiterhin gut bewältigen“, so der Bürgermeister. Dringend benötigt werden jedoch Gebäude, in den die Flüchtlinge untergebracht werden können. Lierenfeld: „Zeltstädte wollen wir vor Ort gerade auch mit Blick auf die kältere Jahreszeit vermeiden, daher suchen wir zum Beispiel leerstehende Gewerbehallen oder andere Immobilien, die wir mit vertretbarem Aufwand herrichten können.“

Als Sofortmaßnahme hat die Stadtverwaltung eine Task Force gebildet, die sich um dieses Thema kümmert. Sie setzt sich aus Vertretern der Wirtschaftsförderung, der Bauaufsicht und der Feuerwehr zusammen. In den nächsten Tagen wird sich die Verwaltung auch noch einmal mit allen Sportvereinen und der Realschule am Sportpark zusammensetzen, die seit Ende Juli auf Turnhalle an der Beethovenstraße verzichten müssen. „Nach den aktuellen Prognosen wird die hier eingerichtete Notunterkunft noch länger bestehen bleiben müssen“, so der Bürgermeister. „Daher möchten wir mit allen betroffenen Nutzern besprechen, ob die schon vorhandenen Ausweichangebote ausreichen und es hier Verbesserungsmöglichkeiten gibt.“

Firmen oder andere Eigentümer, die der Stadt ein größeres Gebäude für die Flüchtlingsunterbringung anbieten können, werden gebeten, sich telefonisch unter 02133/257-405 bei der Wirtschaftsförderung zu melden.

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