Rhein-​Kreis Neuss: Sommer 2015 – Wildes Baden in Baggerseen gefährlich

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – „Der Juli war deut­lich zu warm und brach regio­nal viele Temperaturrekorde“, so eine Meldung des Deutschen Wetterdienstes. Und der Sommer 2015 lockt wei­ter zum Bad ins kühle Nass. 

Doch das erfri­schende Vergnügen birgt an Baggerseen, die nicht als Badeseen betrie­ben wer­den, große Gefahren. Außerdem ist es ver­bo­ten. Darauf weist das Umweltamt des Rhein-​Kreises Neuss noch­mals hin.

Grundsätzlich ist Baden nur erlaubt, wo Betreuung gege­ben ist – im Rhein-​Kreis Neuss also in den Freibädern sowie in den Freizeitanlagen Kaarster und Straberg-​Nievenheimer See. Für alle ande­ren Baggerseen gilt Badeverbot. In den Grundwasser-​Seen herr­schen gerade im Sommer zum Teil große Temperaturunterschiede zwi­schen war­mem Oberflächen- und kal­tem Tiefenwasser, die auch beim bes­ten Schwimmer zum Kälteschock mit Herzversagen füh­ren können.

Aber auch an den Rändern von Sand- und Kiesgruben und nahe den stei­len Abbauwänden ist beson­dere Vorsicht gebo­ten. Vor allem an Seen, an denen noch gear­bei­tet wird, besteht akute Absturzgefahr. Auch Untiefen unter­halb der Wasseroberfläche, Stromkabel und tech­ni­sches Gerät sind für den Laien nicht immer erkenn­bar. Darüber hin­aus begeht Hausfriedensbruch, wer sol­che Betriebsflächen unbe­fugt betritt.

Wer sich über die vie­len Möglichkeiten zum unbe­schwer­ten Badegenuss in Nordrhein-​Westfalen infor­mie­ren möchte, wird auf der Strandkarte des Landesumweltamts im Internet fün­dig: www​.bade​ge​wa​es​ser​.nrw​.de. Die Strandbäder der Kreiswerke Grevenbroich GmbH am Kaarster und am Straberg-​Nievenheimer See sind dort mit aus­ge­zeich­ne­ter Wasserqualität vertreten. 

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