Kaarst: Vielleicht wie­der Streiks in städ­ti­schen Kitas?

Kaarst – Derzeit ist die ablehnende Haltung der Arbeitnehmer zum Schlichterspruch im Sozial- und Erziehungsdienst wieder Thema in allen Medien.

Streiks sind ein maßgeblicher Bestandteil im Tarifgefüge der Bundesrepublik Deutschland. Sie sind Ausdruck der Tarifautonomie in unserem demokratischen Rechtsstaat und sind über das Grundgesetz in ihrem Bestand geschützt. Die Kommune hat keinen unmittelbaren Einfluss auf die Tarifverhandlungen, die für das Land NRW vom kommunalen Arbeitgeberverband NRW geführt werden.

Heute kann niemand verlässlich sagen, ob und wann in städtischen Kaarster Kitas wieder gestreikt wird. Die Verwaltung bereitet sich aber auf alle Möglichkeiten vor und möchte auch betroffene Eltern möglichst frühzeitig informieren und einbeziehen.

In den Sommerferien haben intensive Gespräche zwischen Elternvertretern und Jugendamt stattgefunden, wie die Belastungen eines Streiks strukturiert werden können. Die Stadt wird im Falle eines Streiks weiterhin versuchen, städtische Notgruppen zu organisieren. Auch privat organisierte Notgruppen der Eltern in städtischen Räumen sollen möglich sein. Gegenseitige Unterstützung und Solidarität der Eltern möchte die Verwaltung gerne möglichst umfassend unterstützen.

Im ersten Schritt werden ab sofort entsprechende Informationsbriefe in den städtischen Kitas ausgehangen und verteilt.

In den Kitas die im Mai/Juni 2015 gestreikt haben wird vorsorglich der Bedarf an möglichen Notgruppenplätzen im August und September abgefragt.

Auf Wunsch der Elternbeiräte wird in den Einrichtungen die im Mai/Juni nicht gestreikt haben abgefragt, welche Eltern, im Sinne der gegenseitigen Unterstützung, für einen gewissen Zeitraum ihren Kitaplatz für andere Eltern/Kinder zur Verfügung stellen würden.

Beide Schreiben wurden auf der Startseite der Internetpräsenz der Stadt Kaarst www.kaarst.de zum Download eingestellt.

Weitere Informationen erhalten Eltern in ihrer Kita oder im Bereich Jugend und Familie bei Frau Tscheuschler (Tel.: 02131/987-328, Mail: christina.tscheuschler@kaarst.de) und Frau Klok-Baumann (Tel.: 987-378, Mail: bianca.klok-baumann@kaarst.de).

 

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