Kaarst: Ein Joint und seine Konsequenzen

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst (ots) – Montagvormittag (10.8.) zogen Polizeibeamte an der Neusser Straße einen Autofahrer aus dem Verkehr, weil er nicht ange­schnallt war.

Im Zuge der Kontrolle fiel den Beamten auf, dass der 24-​jährige Kaarster gerö­tete Augen hatte und so gut wie keine Pupillenreaktion vor­han­den war. Ein Drogenvortest erhär­tete den Verdacht, dass der junge Mann Betäubungsmittel kon­su­miert haben könnte.

Als Beweis im spä­te­ren Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ent­nahm ein Arzt dem Kaarster eine Blutprobe.

Der 24-​Jährige räumte ein, in der Vergangenheit bereits schon ein­mal mit Drogen erwischt wor­den zu sein. Sein letz­ter Joint sei aber schon eine Weile her. Ob Schutzbehauptung oder nicht, soll nun das Ergebnis der Blutprobe zeigen.

Der berau­schende Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) ist nach dem Konsum von Cannabis meist noch meh­rere Wochen lang im Urin nach­weis­bar. Fällt der Test bei der Polizei posi­tiv aus, führt dies zu einer Anzeige. Neben der straf­recht­li­chen Verfolgung, wegen des mög­li­chen ille­ga­len Besitzes von Betäubungsmitteln, erwar­tet den Betroffenen auch eine Geldbuße für das Führen von Kraftfahrzeugen unter Drogeneinfluss.

Die mög­li­chen Konsequenzen rei­chen bis zum Entzug der Fahrerlaubnis und der Anordnung einer Medizinisch-​Psychologischen Untersuchung (MPU) durch die Führerscheinstelle der Straßenverkehrsbehörde. Sämtliche anfal­len­den Kosten muss regel­mä­ßig der Betroffene tra­gen. Ein Fahrverbot hätte für den 24-​jährigen Kaarster weit­rei­chende Folgen, da er Berufskraftfahrer ist.

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