Jüchen: Ein Denkmal kann sich auch loh­nen – Erteilung von Bescheinigungen für steu­er­li­che Zwecke

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – In der Gemeinde Jüchen sind zur­zeit 138 Denkmäler in die Denkmalliste ein­ge­tra­gen, davon 128 Baudenkmäler und 10 Bodendenkmäler.

Bei Sanierungen kön­nen Baudenkmäler als lega­les Steuersparmodell ange­se­hen wer­den, da die Sanierungskosten steu­er­lich gegen andere Einkünfte ver­rech­net wer­den kön­nen. Benötigt wird neben der denk­mal­recht­li­chen Erlaubnis eine Bescheinigung für steu­er­li­che Zwecke.

Diese Bescheinigung kann nur für Aufwendungen aus­ge­stellt wer­den, die die drei fol­gen­den Voraussetzungen erfüllen:

  • Es han­delt sich um ein in die Denkmalliste der Gemeinde Jüchen ein­ge­tra­ge­nes Denkmal, bzw. um eine vor­läu­fige Eintragung,
  • eine Abstimmung (Erlaubnis nach § 9 Denkmalschutzgesetzes Nordrhein-​Westfalen) erfolgt ist und
  • die Maßnahme die Erforderlichkeitskriterien des Denkmalschutzgesetzes erfüllt.

Bescheinigungen für steu­er­li­che Zwecke kön­nen grund­sätz­lich nur für Maßnahmen an Denkmälern erteilt wer­den. Aufwendungen für Maßnahmen an Gebäudeteilen, die nicht unter Denkmalschutz ste­hen, sind nicht beschei­ni­gungs­fä­hig. Die Maßnahmen müs­sen zudem zwin­gend vor Beginn ihrer Ausführung mit der Unteren Denkmalbehörde abge­stimmt werden.

Außerdem müs­sen die vor­ge­nom­me­nen Maßnahmen nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes als Baudenkmal oder zu sei­ner sinn­vol­len Nutzung erfor­der­lich gewe­sen sein. Eigenleistungen sind hier­bei nicht bescheinigungsfähig.

Eine Maßnahme zur Erhaltung liegt dann vor, wenn die Aufwendungen für die Erhaltung der Substanz des Baudenkmals erfor­der­lich gewe­sen sind, um indi­vi­du­elle Merkmale zu erhal­ten, wel­che die Eigenschaft des Gebäudes als Denkmal begründen.

Maßnahmen zur sinn­vol­len Nutzung sind sol­che, die zur Anpassung eines Baudenkmals an zeit­ge­mäße Nutzungsverhältnisse erfor­der­lich sind (z.B. Heizungsanlagen oder Sanitäranlagen). Dabei ist jedoch genau zu dif­fe­ren­zie­ren, da Aufwendungen, die ledig­lich der Optimierung der wirt­schaft­li­chen Nutzung die­nen, nicht hier­un­ter fallen.

Aus die­sem Grund ist eine früh­zei­tige Einbindung der zustän­di­gen Behörden wich­tig. Auskunft bei der Gemeinde Jüchen erteilt Manuela Jenniches, Tel-​Nr. 02165/​915‑6103 oder unter manuela.jenniches@juechen.de.

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