Neuss: Vermeintlicher Raubüberfall war frei erfunden

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) – Am Mittwoch (5.8.) erschien eine 36-​jährige Frau auf der Polizeiwache in Neuss. Sie gab an, Opfer eines Raubes gewor­den zu sein. 

Am ver­gan­ge­nen Montag hät­ten sie zwei Männer abge­passt, nach­dem sie gerade Geld vom Bankautomaten abge­ho­ben hatte. Die Unbekannten hät­ten mit einer Schusswaffe gedroht und das Portemonnaie aus der Umhängetasche entwendet.

Die Anzeigenerstatterin beschrieb die angeb­li­chen Tatverdächtigen sehr genau, ver­strickte sich aber bei Nachfragen in Widersprüchen. Eine Nachfrage beim Geldinstitut über getä­tigte Abhebungen und deren Zeitpunkt bestä­tigte den Verdacht der Ermittler, dass die 36-​Jährige nicht die Wahrheit sagte und das Verbrechen nur vor­ge­täuscht hatte.

Hintergrund der Falschaussage waren Geldsorgen der Betroffenen. Nun erwar­tet das angeb­li­che Opfer sel­ber ein Strafverfahren. Denn wer wider bes­se­res Wissens gegen­über der Polizei vor­täuscht, dass eine rechts­wid­rige Tat began­gen wurde, kann in einem anschlie­ßen­den Gerichtsverfahren zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder zu einer Geldstrafe ver­ur­teilt werden.

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