Rhein-​Kreis Neuss: Kreis unter­stützt Städte bei Notunterbringung von Flüchtlingen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Immer mehr Menschen suchen Hilfe und Schutz in Deutschland. In Nordrhein-​Westfalen tref­fen aktu­ell wöchent­lich mehr als 5 000 asyl­su­chende Menschen ein. 

Weil für diese Anzahl kein Platz in den regu­lä­ren Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes besteht, wer­den die Menschen im Rahmen der Amtshilfe vom Land auf ver­schie­dene Kommunen ver­teilt. Mit nur weni­gen Stunden Vorlauf teilte die Bezirksregierung Düsseldorf Anfang der Woche den kreis­an­ge­hö­ri­gen Städten Dormagen und Grevenbroich mit, dass sie zur Entlastung der Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes ad hoc jeweils 150 Menschen in Notunterkünften vor­über­ge­hend unter­brin­gen und ver­sor­gen müs­sen. Die Maßnahmen sind zunächst für drei Wochen geplant, die Kosten will das Land übernehmen.

Die Kreisverwaltung wurde vom Land gebe­ten, die bei­den betrof­fe­nen Städte zu unter­stüt­zen. Hierzu hat Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke eine Arbeitsgruppe ein­ge­rich­tet und Kreisdirektor Dirk Brügge zum Koordinator bestellt. Petrauschke hob die gute Zusammenarbeit zwi­schen den Städten, der Kreisverwaltung und allen betei­lig­ten Hilfsorganisationen her­vor: „Nur dank die­ser enor­men Kraftanstrengungen auf allen Seiten ist es mög­lich, den Flüchtlingen inner­halb von so kur­zer Zeit ein Dach über den Kopf zu bie­ten.“ Er dankte auch den vie­len Bürgern, die sich mit Sachspenden und in der Betreuung von Flüchtlingen engagieren.

Gleichzeitig for­derte er das Land auf, die mit dem Bund getrof­fe­nen Absprachen zur Beschleunigung von Asylverfahren und den raschen Ausbau von Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes zügig umzusetzen.

Bei einem kurz­fris­tig anbe­raum­ten Treffen im Grevenbroicher Kreishaus dankte Petrauschke den Hilfsorganisationen für ihre rasche und unkon­ven­tio­nelle Hilfe beim Aufbau der Notunterkünfte. Einen ers­ten Erfahrungsbericht zu Problemstellungen und Planungen in Dormagen lie­ferte Bürgermeister Erik Lierenfeld dem Teilnehmerkreis. Währenddessen lau­fen die Vorbereitungen in Kreisverwaltung und Einrichtungen wei­ter auf Hochtouren. Für die medi­zi­ni­sche Erstversorgung und Impfungen der Flüchtlinge sorgt zunächst das Kreisgesundheitsamt in Zusammenarbeit mit nie­der­ge­las­se­nen Ärzten. Die Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich haben Vorbereitungen getrof­fen, um die vor­ge­schrie­be­nen Röntgenuntersuchungen vor­zu­neh­men. Das Amt für Sicherheit und Ordnung und das Sozialamt des Kreises unter­stüt­zen die Städte und Hilfsorganisationen bei der Planung und Durchführung der Hilfsmaßnahmen.

Trotz der gro­ßen Herausforderungen und des immensem Zeitdrucks ist fest­zu­stel­len, dass alle Beteiligten einen guten Job gemacht haben“, so Kreisdirektor Brügge nach dem Gespräch. Bereits kom­men­den Freitag soll ein wei­te­res Koordinierungsgespräch mit den Bürgermeistern der acht kreis­an­ge­hö­ri­gen Städte und Gemeinden stattfinden.

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