Meerbusch: 150 Flüchtlinge tref­fen Montag und Dienstag ein – Vorbereitungen lau­fen reibungslos

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Die wich­tigs­ten Vorbereitungen für die Unterbringung von rund 150 Flüchtlingen in der Sporthalle des Mataré-​Gymnasiums in Büderich sind getroffen. 

Rund 40 Kräfte der Johanniter, der Feuerwehr Meerbusch und der Stadtverwaltung rich­te­ten die Halle am Sonntag mit 150 Feldbetten und Trennwänden her. Zuvor war das Gebäude unter ande­rem mit einem Spanplattenboden und zusätz­li­chen Stromanschlüssen aus­ge­stat­tet wor­den. Zur Infrastruktur der pro­vi­so­ri­schen Unterkunft gehö­ren zudem unter ande­rem Duschräume, ein Arztraum, Medikamentenlager oder sepa­rate Sanitäranlagen für Catering- und Aufsichtspersonal.

Vor der Halle wur­den Zelte auf­ge­baut, in denen die Flüchtlinge nach einer ers­ten Aufklärung im Bus zunächst von fünf Ärzten unter­sucht und anschlie­ßend regis­triert wer­den. Später die­nen die Zelte als Speise- und Aufenthaltsräume. Mitarbeiter des Ordnungsamtes wer­den die ein­tref­fen­den Menschen in Empfang neh­men. Für die Registrierung ist Personal des städ­ti­schen Bürgerbüros vor Ort, Dolmetscher übersetzen.

In der drei­fach teil­ba­ren, belüf­te­ten Sporthalle wer­den die Flüchtlinge getrennt nach Familien, Männern und Frauen unter­ge­bracht. In jedem Hallenteil gibt es 50 Feldbetten und einen Aufenthaltsbereich.

Ein hei­mi­sches Catering-​Unternehmen sorgt für die Verpflegung. Fachpersonal der Caritas und des Fachbereichs Soziale Hilfen der Stadt küm­mert sich um die Menschen. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes sind rund um die Uhr vor Ort. Im „Pappkarton“ am Fouesnant-​Platz in Strümp wer­den Kleidungsstücke für die Flüchtlinge gesam­melt und konfektioniert.

Der Erste Beigeordnete Frank Maatz, der den gesam­ten Prozess lei­tet, rech­net damit, dass am Montag (5. August) zunächst rund 100 Flüchtlinge mit Bussen in Büderich ein­tref­fen wer­den. Genaue Aussagen habe das Land NRW aller­dings nicht machen kön­nen. Am Dienstag soll­ten wei­tere 50 Menschen fol­gen. Herkunftsländer, Geschlecht und Alter der Flüchtlinge sind noch nicht bekannt und wer­den der Stadt erst kurz vor Eintreffen gemeldet.

Die gesamte Unterkunft wird vom Schulbetrieb des Mataré-​Gymnasiums getrennt. Externe Besucher haben kei­nen Zutritt, damit Unbefugte fern­ge­hal­ten wer­den und ein geord­ne­ter Betrieb sicher gestellt ist. Die Bewohner kön­nen sich nach der ärzt­li­chen Untersuchung und Registrierung frei im Stadtgebiet bewe­gen. Fotos(2): Stadt

Wie lange die Flüchtlinge in der Sporthalle wer­den blei­ben müs­sen, ist offen. Frank Maatz zog nach dem arbeits­in­ten­si­ven Sonntag ein ers­tes posi­ti­ves Fazit: „Wir sind gut auf­ge­stellt. Ich danke allen Helfern, die sich mit viel Engagement und Einsatz an den Vorbereitungen betei­ligt haben.“ Sein Dank galt auch den knapp 30 Mitarbeitern aus der gesam­ten Verwaltung und allen hilfs­be­rei­ten Ehrenamtlern, die sich bereits frei­wil­lig für die Betreuung und Unterstützung der Flüchtlinge gemel­det haben.

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