Rhein-​Kreis Neuss: Abflammgerät statt Chemie – Kreisumweltamt infor­miert über Unkrautbekämpfung

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Unkrautbekämpfung ohne Chemie kann manch­mal müh­sam sein, ist aber zum Schutz des Grundwassers und der Oberflächengewässer unver­zicht­bar. Dieser Auffassung ist das Umweltamt des Rhein-​Kreises Neuss. 

Eine effi­zi­ente Unkrautbekämpfung ohne Chemie ist mög­lich und wird bereits von den Kommunen und in vie­len Privathaushalten mit Erfolg prak­ti­ziert“, so Karsten Mankowsky, der zustän­dige Dezernent. Bewährt hät­ten sich etwa der Einsatz eines Hochdruckreinigers, wenn kein loses Fugenmaterial aus­ge­spült wird, oder Stahlbürsten und Fugenkratzer.

Besonders Abflammgeräte leis­ten nach Meinung der Experten im Umweltamt gute Dienste. „Abflammgeräte gibt es von ver­schie­de­nen Herstellern im Gartenhandel oder in Baumärkten“, heißt es. Daneben könn­ten ver­schie­dene Verfahren wie Heißdampfgeräte oder Infrarotgeräte ein­ge­setzt wer­den, die durch ihre inten­sive Wärmeleistung auch an der Oberfläche befind­li­che Samen keim­un­fä­hig machen.

Im Hausgarten, wie zum Beispiel in Gemüsebeeten, dür­fen Pflanzenschutzmittel ange­wen­det wer­den, wenn sie gegen die jewei­lige Krankheit oder den Schädling in der ent­spre­chen­den Kultur zuge­las­sen sind. Reste von Pflanzenschutzmitteln dür­fen aber nicht in den Abfluss gegos­sen wer­den. Über die Entsorgung von Wirkstoffresten infor­mie­ren die ört­li­chen Abfallberatungen oder die Mitarbeiter an den Schadstoffmobilen der Städte und Gemeinden.

Die Unkrautbekämpfung ohne Chemie ist wich­tig, da die Mittel ins Grundwasser gelan­gen oder die in Gewässern leben­den Tiere und Pflanzen beein­träch­ti­gen kön­nen. Der Einsatz sol­cher Substanzen ist daher auf befes­tig­ten Flächen wie Garagenzufahrten, Bürgersteigen und Hofflächen, die unmit­tel­bar in die Kanalisation oder in Drainagen ent­wäs­sern, ver­bo­ten, da die Kläranlagen die Pflanzenschutzmittel nicht abbauen oder her­aus­fil­tern kön­nen. Das Anwendungsverbot gilt auch unmit­tel­bar an Gewässern. Durch Wind und Regen wer­den die Wirkstoffe dort näm­lich direkt ein­ge­tra­gen. Nähere Informationen gibt es bei Johann Schmitz von der Unteren Wasserbehörde. Seine Telefonnummer lau­tet 0 21 81/​601 68 80, seine E‑Mail-​Adresse johann.schmitz@rhein-kreis-neuss.de.

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