Neuss: Kindertagesbetreuung – Alle Kinder sind ver­sorgt – aber wei­ter hohe Ausgabensteigerungen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Das Neusser Jugendamt mel­det trotz deut­li­cher Zunahme von Anmeldungen für eine Kindertagesbetreuung auch für die­sen Sommer die Deckung alle bekann­ten Bedarfe.

Waren im April noch 300 Absagen an Eltern aus dem Verfahren des Kita-​Navigators ver­sandt wor­den und im Mai im engen Kontakt zwi­schen Jugendamt, Eltern und den Kita-​Trägern noch 70 unver­sorgte Kinder in Kitas unter­ge­bracht wor­den, so ist Jugenddezernent Stefan Hahn zwi­schen­zeit­lich mit der Planung und dem aktu­el­len Ergebnis sicht­lich zufrie­den: „Die letz­ten unver­sorg­ten klei­nen Kinder konn­ten in den letz­ten Wochen mit Tagespflegeplätzen gut ver­sorgt werden.“

Bei aller Zufriedenheit weist Hahn aber auch sehr deut­lich auf zwei nicht zu unter­schät­zende Faktoren hin: Einerseits nimmt der Bedarf und somit die Inanspruchnahme des Rechtsanspruches auf U3-​Betreuung wei­ter zu und ander­seits stei­gen in Neuss die Kinderzahlen auf­grund demo­gra­phi­scher und städ­te­bau­li­cher Entwicklungen an. Allein in den letz­ten zwei Jahren hat es eine Zunahme von rund 220 Kindern von unter drei Jahren in der Stadt gege­ben. „Es gibt daher kei­ner­lei Veranlassung beim Engagement und beim Tempo der Ausbauplanung für die Kindertagesbetreuung nach­zu­las­sen“, so Hahn.

Wir haben in Neuss mitt­ler­weile fast 5.800 Plätze in 87 Kindertageseinrichtungen und fünf wei­tere sind bereits für 2016 in Planung“, erläu­tert Markus Hübner, Leiter des städ­ti­schen Jugendamtes. „Die Neusser Kitas bie­ten mitt­ler­weile mit die­sen Plätzen weit über zwölf Millionen Betreuungsstunden pro Jahr an.“ In den letz­ten bei­den Jahren sind rund 370 neue U 3‑Plätze und über 250 neue Ü 3‑Plätze in der Stadt gebaut wor­den. Dies führt zwangs­läu­fig zu einem deut­li­chen Anstieg der Ausgaben. So rech­net Stefan Hahn in den nächs­ten Finanzplanungszeiträumen mit Aufwandssteigerungen zwi­schen zwei und vier Millionen Euro pro Jahr. Der bis­he­rige Ausbauweg soll dabei wei­ter beschrit­ten wer­den. Solide mit­tel­fris­tige Planung bedeu­tet künf­tig anstelle von kurz­fris­ti­gen Provisorien ver­mehrt auf Festbauten zu set­zen. „Nur so wer­den wir in der Lage sein, abseh­bare Bedarfe in Stadtteilen kurz­fris­tig zu decken und mit­tel­fris­tige Bedarfe wirt­schaft­lich erfül­len zu kön­nen“, so Beigeordneter Hahn.

So ste­hen für das Jahr 2016 und die Folgejahre wie­der sowohl in finan­zi­el­ler als auch in pla­ne­ri­scher und bau­li­cher Hinsicht neue Herausforderungen an. Das bedeu­tet gute Perspektiven für Eltern und ihre Kinder in Neuss, aber auch hohe Ausgabensteigerungen im städ­ti­schen Haushalt.

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