Korschenbroich: Gesamtschule star­tet nicht zum Schuljahr 2016/​17

Korschenbroich – Zum Schuljahr 2016/17 sollte die bereits bestehende Gesamtschule Kaarst-Büttgen um einen Standort in Kleinenbroich im heutigen Hauptschulgebäude erweitert werden.

Aber: „Der Kaarster Stadtrat hat uns leider gerade eine höfliche Absage erteilt“, erklärt Korschenbroichs Bürgermeister Heinz Josef Dick. „Der Rat unserer Nachbarstadt will sich aktuell nicht mit einem Votum für die gemeinsam getragene Schule stark machen. Er hat sich dafür ausgesprochen, erst einmal die für Korschenbroich geplante Befragung der Eltern nach ihrem Interesse an der Gesamtschule abzuwarten.

Das ist für mich keine Grundlage, um die Korschenbroicher Familien über das Projekt zu informieren und ihre Meinung zu erbitten. Wir würden sie über etwas abstimmen lassen, das später womöglich im Stadtrat Kaarst abgelehnt werden würde. Dies ist kein Basis für eine interkommunale Zusammenarbeit beim Thema Gesamtschule.“

Für Dick ist daher klar, dass er dem Korschenbroicher Stadtrat nach der Sommerpause eine erneute sorgfältige Beratung empfiehlt und vorschlägt, die Elternbefragung erst einmal auszusetzen. „Wir brauchen möglichst viel Sicherheit für unsere Schülerinnen und Schüler. Daher empfehle ich unseren Politikern, die Anmeldung zur Hauptschule Korschenbroich für das Schuljahr 2016/17 wie gewohnt zusätzlich zur Anmeldung für unsere Realschule und unser Gymnasium anzubieten, und die Hauptschule somit in gewohnter Weise fortzuführen“, sagt Dick. 18 Schüler braucht Korschenbroich für eine Eingangsklasse zur neuen 5. Hauptschulklasse mindestens.

„Eine eigene Gesamtschule nur für unsere Stadt können wir aufgrund der zu geringen Schülerzahl nicht aufbauen. Dann hätten wir spätestens in der Differenzierungsphase Probleme, die Mindestteilnehmerzahl für Kurse zu erreichen“, erklärt Dick.

Eine Sekundarschule – quasi eine abgespeckte Gesamtschule bis zur Klasse 10 ohne eigene Oberstufe – hatten die Korschenbroicher Eltern bereits abgelehnt. „Diesen Willen der Eltern akzeptieren wir natürlich nach wie vor. Daher werden sich die städtischen Gremien in den nächsten Monaten intensiv mit dem Thema Schule beschäftigen.

Vielleicht gibt es dann neue Ansätze, auch in Kaarst, um das interkommunale Gespräch hierzu wieder aufzunehmen.“

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