Korschenbroich: Gesamtschule star­tet nicht zum Schuljahr 2016/​17

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Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – Zum Schuljahr 2016/​17 sollte die bereits bestehende Gesamtschule Kaarst-​Büttgen um einen Standort in Kleinenbroich im heu­ti­gen Hauptschulgebäude erwei­tert werden. 

Aber: „Der Kaarster Stadtrat hat uns lei­der gerade eine höf­li­che Absage erteilt“, erklärt Korschenbroichs Bürgermeister Heinz Josef Dick. „Der Rat unse­rer Nachbarstadt will sich aktu­ell nicht mit einem Votum für die gemein­sam getra­gene Schule stark machen. Er hat sich dafür aus­ge­spro­chen, erst ein­mal die für Korschenbroich geplante Befragung der Eltern nach ihrem Interesse an der Gesamtschule abzuwarten.

Das ist für mich keine Grundlage, um die Korschenbroicher Familien über das Projekt zu infor­mie­ren und ihre Meinung zu erbit­ten. Wir wür­den sie über etwas abstim­men las­sen, das spä­ter womög­lich im Stadtrat Kaarst abge­lehnt wer­den würde. Dies ist kein Basis für eine inter­kom­mu­nale Zusammenarbeit beim Thema Gesamtschule.“

Für Dick ist daher klar, dass er dem Korschenbroicher Stadtrat nach der Sommerpause eine erneute sorg­fäl­tige Beratung emp­fiehlt und vor­schlägt, die Elternbefragung erst ein­mal aus­zu­set­zen. „Wir brau­chen mög­lichst viel Sicherheit für unsere Schülerinnen und Schüler. Daher emp­fehle ich unse­ren Politikern, die Anmeldung zur Hauptschule Korschenbroich für das Schuljahr 2016/​17 wie gewohnt zusätz­lich zur Anmeldung für unsere Realschule und unser Gymnasium anzu­bie­ten, und die Hauptschule somit in gewohn­ter Weise fort­zu­füh­ren“, sagt Dick. 18 Schüler braucht Korschenbroich für eine Eingangsklasse zur neuen 5. Hauptschulklasse mindestens.

Eine eigene Gesamtschule nur für unsere Stadt kön­nen wir auf­grund der zu gerin­gen Schülerzahl nicht auf­bauen. Dann hät­ten wir spä­tes­tens in der Differenzierungsphase Probleme, die Mindestteilnehmerzahl für Kurse zu errei­chen“, erklärt Dick.

Eine Sekundarschule – quasi eine abge­speckte Gesamtschule bis zur Klasse 10 ohne eigene Oberstufe – hat­ten die Korschenbroicher Eltern bereits abge­lehnt. „Diesen Willen der Eltern akzep­tie­ren wir natür­lich nach wie vor. Daher wer­den sich die städ­ti­schen Gremien in den nächs­ten Monaten inten­siv mit dem Thema Schule beschäftigen.

Vielleicht gibt es dann neue Ansätze, auch in Kaarst, um das inter­kom­mu­nale Gespräch hierzu wie­der aufzunehmen.“

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