Feuerwehr Meerbusch – Halbjahresbilanz der Feuerwehreinsätze in Meerbusch

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Zu 246 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch im ers­ten Halbjahr 2015 geru­fen. Die Zahl liegt glück­li­cher­weise deut­lich hin­ter dem Wert aus dem Vorjahr zurück. 

Meerbusch blieb von ein­satz­rei­chen Unwettern in die­sem Jahr noch ver­schont. Bei über der Hälfte aller Einsätze rückte die Wehr zur Technischen Hilfeleistung aus (53%). Bei einem Viertel der Einsätze galt es Brände zu löschen und 22% der Alarmierungen stell­ten sich als Fehlalarme heraus.

2015-01-03_Mee_Wohnungsbrand_013Der erste grö­ßere Brand ereig­nete sich bereits am 03.01.15 in einem Mehrfamilienhaus, auf der Hochstraße in Osterath. Im 2. OG war Samstagmorgens ein Brand aus­ge­bro­chen, der sich in den Spitzboden fort­pflanzte. Insgesamt 16 Feuerwehrkräfte dran­gen mit Atemschutzgeräten, Wärmebildkameras und ins­ge­samt zwei C‑Rohren in die jewei­li­gen Geschosse vor um den Brand zu bekämp­fen. Unterstützt wur­den die Kräfte von außen über eine Drehleiter und trag­bare Leitern im Gartenbereich. 

Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr ver­hin­derte im März schlim­me­ren Schaden in einem Haus in Bösinghoven. Bei Eintreffen der Feuerwehrkräfte aus Bösinghoven, Lank-​Latum sowie der haupt­amt­li­chen Wache Osterath befand sich die Küche bereits im Vollbrand. Alle Bewohner des Hauses konn­ten sich unver­letzt ins Freie ret­ten und die Feuerwehr sich so auf die Brandbekämpfung konzentrieren.

Foto: Ffw Meerbusch
Foto: Ffw Meerbusch

Ende April brannte dann ein Linienbus in Strümp. Unmittelbar nach­dem der Fahrer den Brand im hin­te­ren Bereich des Busses bemerkt hatte, lies er die Fahrgäste aus­stie­gen und ver­ließ sel­ber unver­letzt das Fahrzeug. Erste Löschversuche mit einem Feuerlöscher blie­ben jedoch erfolg­los. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlu­gen deut­lich sicht­bare Flammen aus dem Motorraum im Heck des Fahrzeugs und eine starke Rauchentwicklung war über der Einsatzstelle sicht­bar. Die Feuerwehr setzte hier zur Brandbekämpfung zwei Strahlrohre mit Wasser von Außen und im Fahrgastraum sowie ein Schaumrohr im Bereich des Motors ein. Zur Abfuhr von Wärme und Rauch wur­den drei Fahrzeugscheiben ein­ge­schla­gen und Teile der Verkleidung entfernt.

Im Umfeld der Technischen Hilfe gab es zahl­rei­che Verkehrsunfälle zu ver­mel­den. So z.B. im März als ein Fahrzeugführer auf der A57 in Fahrtrichtung Krefeld vor der Anschlussstelle Oppum die Kontrolle über sei­nen PKW ver­lo­ren hatte. Beim Aufprall wurde die Beifahrerin im PKW ein­ge­klemmt, der Fahrer konnte sich selbst­stän­dig befreien. Um das Unfallopfer scho­nend aus dem Fahrzeug zu befreien, ent­fernte die Feuerwehr das Dach des Sportwagens.

2015-05-16_Mee_A44-A57_toedl-vu-lkw_005Mitte Mai kam es dann zu einem tra­gi­schen Unfall im Kreuz Meerbusch in Folge des­sen der Fahrer eines Sattelschleppers in sei­nem Fahrzeug ein­ge­klemmt wurde und noch an der Unfallstelle ver­starb. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle in der Tangente von der A44 auf die A57 Richtung Krefeld fan­den sie eine umge­stürzte Zugmaschine mit Sattelauflieger vor. Die Feuerwehr begann umge­hend mit der tech­ni­schen Rettung des im Führerhaus ein­ge­klemm­ten LKW-​Fahrers und stellte den Brandschutz sicher. Für den Fahrer kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Bergung erfolgte durch die Öffnung des Daches mit hydrau­li­schem Rettungsgerät, anschlie­ßend wurde die Bergung des Fahrzeugs vor­be­rei­tet. Während der Maßnahmen wurde außer­dem ein Schaumangriff in Bereitstellung ver­bracht, da ein Dieselkraftstofftank aus­ge­lau­fen war.

Insgesamt sum­mier­ten sich die Einsätze zu umge­rech­net 9 Tagen. Spitzenreiter bei den Alarmierungen sind die haupt­amt­li­chen Kräfte der Osterather Feuerwache. Auf Grund der 24 Stunden besetz­ten Drehleiter und der Abarbeitung von klei­ne­ren Einsätzen im Tagesbereich in ganz Meerbusch kom­men sie auf 149 Einsätze.

Mit 63 Einsätzen folgt der Löschzug Osterath. Ebenso wur­den die Löschzüge aus Büderich (53 Einsätze), Lank (43 Einsätze) und Strümp (29 Einsätze) ent­spre­chend oft zu Einsätzen. Aber auch die Löschgruppe aus Langst-​Kierst (14 Einsätze), Nierst (7 Einsätze) und Ossum-​Bösinghoven (7 Einsätze) leis­te­ten im ers­ten Halbjahr einen wich­ti­gen Beitrag für die Sicherheit in Meerbusch.

Mit 53 Einsätzen war der Dienstag der ein­satz­reichste Wochentag und im Zeitraum zwi­schen 12 und 15 Uhr erfolg­ten die meis­ten Alarmierungen.

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