Feuerwehr Meerbusch – Halbjahresbilanz der Feuerwehreinsätze in Meerbusch

Meerbusch – Zu 246 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch im ersten Halbjahr 2015 gerufen. Die Zahl liegt glücklicherweise deutlich hinter dem Wert aus dem Vorjahr zurück.

Meerbusch blieb von einsatzreichen Unwettern in diesem Jahr noch verschont. Bei über der Hälfte aller Einsätze rückte die Wehr zur Technischen Hilfeleistung aus (53%). Bei einem Viertel der Einsätze galt es Brände zu löschen und 22% der Alarmierungen stellten sich als Fehlalarme heraus.

2015-01-03_Mee_Wohnungsbrand_013Der erste größere Brand ereignete sich bereits am 03.01.15 in einem Mehrfamilienhaus, auf der Hochstraße in Osterath. Im 2. OG war Samstagmorgens ein Brand ausgebrochen, der sich in den Spitzboden fortpflanzte. Insgesamt 16 Feuerwehrkräfte drangen mit Atemschutzgeräten, Wärmebildkameras und insgesamt zwei C-Rohren in die jeweiligen Geschosse vor um den Brand zu bekämpfen. Unterstützt wurden die Kräfte von außen über eine Drehleiter und tragbare Leitern im Gartenbereich.

Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhinderte im März schlimmeren Schaden in einem Haus in Bösinghoven. Bei Eintreffen der Feuerwehrkräfte aus Bösinghoven, Lank-Latum sowie der hauptamtlichen Wache Osterath befand sich die Küche bereits im Vollbrand. Alle Bewohner des Hauses konnten sich unverletzt ins Freie retten und die Feuerwehr sich so auf die Brandbekämpfung konzentrieren.

Foto: Ffw Meerbusch
Foto: Ffw Meerbusch

Ende April brannte dann ein Linienbus in Strümp. Unmittelbar nachdem der Fahrer den Brand im hinteren Bereich des Busses bemerkt hatte, lies er die Fahrgäste ausstiegen und verließ selber unverletzt das Fahrzeug. Erste Löschversuche mit einem Feuerlöscher blieben jedoch erfolglos. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen deutlich sichtbare Flammen aus dem Motorraum im Heck des Fahrzeugs und eine starke Rauchentwicklung war über der Einsatzstelle sichtbar. Die Feuerwehr setzte hier zur Brandbekämpfung zwei Strahlrohre mit Wasser von Außen und im Fahrgastraum sowie ein Schaumrohr im Bereich des Motors ein. Zur Abfuhr von Wärme und Rauch wurden drei Fahrzeugscheiben eingeschlagen und Teile der Verkleidung entfernt.

Im Umfeld der Technischen Hilfe gab es zahlreiche Verkehrsunfälle zu vermelden. So z.B. im März als ein Fahrzeugführer auf der A57 in Fahrtrichtung Krefeld vor der Anschlussstelle Oppum die Kontrolle über seinen PKW verloren hatte. Beim Aufprall wurde die Beifahrerin im PKW eingeklemmt, der Fahrer konnte sich selbstständig befreien. Um das Unfallopfer schonend aus dem Fahrzeug zu befreien, entfernte die Feuerwehr das Dach des Sportwagens.

2015-05-16_Mee_A44-A57_toedl-vu-lkw_005Mitte Mai kam es dann zu einem tragischen Unfall im Kreuz Meerbusch in Folge dessen der Fahrer eines Sattelschleppers in seinem Fahrzeug eingeklemmt wurde und noch an der Unfallstelle verstarb. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle in der Tangente von der A44 auf die A57 Richtung Krefeld fanden sie eine umgestürzte Zugmaschine mit Sattelauflieger vor. Die Feuerwehr begann umgehend mit der technischen Rettung des im Führerhaus eingeklemmten LKW-Fahrers und stellte den Brandschutz sicher. Für den Fahrer kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Bergung erfolgte durch die Öffnung des Daches mit hydraulischem Rettungsgerät, anschließend wurde die Bergung des Fahrzeugs vorbereitet. Während der Maßnahmen wurde außerdem ein Schaumangriff in Bereitstellung verbracht, da ein Dieselkraftstofftank ausgelaufen war.

Insgesamt summierten sich die Einsätze zu umgerechnet 9 Tagen. Spitzenreiter bei den Alarmierungen sind die hauptamtlichen Kräfte der Osterather Feuerwache. Auf Grund der 24 Stunden besetzten Drehleiter und der Abarbeitung von kleineren Einsätzen im Tagesbereich in ganz Meerbusch kommen sie auf 149 Einsätze.

Mit 63 Einsätzen folgt der Löschzug Osterath. Ebenso wurden die Löschzüge aus Büderich (53 Einsätze), Lank (43 Einsätze) und Strümp (29 Einsätze) entsprechend oft zu Einsätzen. Aber auch die Löschgruppe aus Langst-Kierst (14 Einsätze), Nierst (7 Einsätze) und Ossum-Bösinghoven (7 Einsätze) leisteten im ersten Halbjahr einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit in Meerbusch.

Mit 53 Einsätzen war der Dienstag der einsatzreichste Wochentag und im Zeitraum zwischen 12 und 15 Uhr erfolgten die meisten Alarmierungen.

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