Korschenbroich: Bürger schau­ten sich das Übergangswohnheim an

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Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – Mehr als 50 Korschenbroicher schau­ten sich am ver­gan­ge­nen Sonntag, 28. Juni, die Räume im gerade fer­tig gebau­ten Übergangswohnheim an der Rheydter Straße 225 a+b in Korschenbroich-​Neersbroich an. 

Bürgermeister Heinz Josef Dick und der tech­ni­sche Beigeordnete Georg Onkelbach führ­ten die Besucher gemein­sam mit dem Ordnungsamtsleiter Michael Beyer und Petra Köhnen aus dem Sozialamt durch die aus Fertigbauteilen bestehende Einrichtung, deren Bau rund 700.000 Euro kostete.

Foto: Stadt
Foto: Stadt

Ab sofort kön­nen bis zu 48 Flüchtlinge und Asylbewerber hier Zuflucht fin­den. „Wir haben die Anlage in 2 Gebäude mit je 4 Wohnungen auf­ge­teilt. Sechs Menschen kön­nen in einer Wohnung leben, zu der ein­heit­lich ein Bad mit Dusche, eine sepa­rate Toilette, eine Küche und drei Wohn-​Schlaf-​Zimmer gehö­ren“, erklärte Onkelbach. „Auf diese Art und Weise hof­fen wir, den Bewohnern im Rahmen des Möglichen wenigs­tens etwas mehr Privatsphäre zu bieten.“

Schon über­leg­ten ein­zelne Besucher beim Rundgang, wie den Asylsuchenden bei der Möblierung der am Sonntag noch lee­ren Wohn-​Schlaf-​Räume zu hel­fen ist. Hier konnte Ordnungsamtsleiter Michael Beyer beru­hi­gen: „Wir haben Betten, Schränke, Stühle und Tische. Die Wohnungen rich­ten wir aber vor dem jewei­li­gen Einzug so ein, dass es auf die Bewohner zuge­schnit­ten ist. Das heißt, wenn zum Beispiel ein Elternpaar mit zwei Kleinkindern zu uns kommt, wäre ein Hochbett, aus dem die Kleinen fal­len kön­nen, falsch. Dann orga­ni­sie­ren wir Kinderbetten. Zwei allein ste­hende Frauen wür­den sich aber unter Umständen über ein platz­spa­ren­des Hochbett in dem Zimmer freuen.“

Ob Familien oder Einzelpersonen nach Korschenbroich kom­men, kann die Stadtverwaltung nicht beein­flus­sen. Sie erhält kurz­fris­tig die Zuweisungen und orga­ni­siert kurz­fris­tig die Einrichtung. Rund 300 Menschen fin­den aktu­ell auf diese Art und Weise Aufnahme in Korschenbroich. Woher die Flüchtlinge und Asylsuchenden kom­men, die nun in Neersbroich ein­zie­hen, ist genauso offen. „Egal aus wel­chem Land die Menschen stam­men, ihnen allen wol­len wir die Chance auf Integration geben“, erklärte Petra Köhnen den Besuchern im Gespräch.

Daher freue ich mich sehr, dass die Sportfreunde Neersbroich hier mit gutem Beispiel vor­an­ge­hen. Nun wol­len wir auch die ande­ren ehren­amt­li­chen Unterstützer ins Boot holen und tref­fen uns am Mittwoch, 1. Juli, um 18 Uhr im Clubhaus der Sportsfreunde Neersbroich, Bruchstraße 37. Jeder ist will­kom­men, ein­fach ein­mal vorbeizuschauen.“

Zahlreiche Flyer hat sie am Sonntag zwar schon ver­teilt, freut sich aber über jeden wei­te­ren Aktiven, der hel­fen möchte. Rückfragen zur ehren­amt­li­chen Tätigkeit beant­wor­tet Petra Köhnen gern unter Tel. 02161/613–169.

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