Dormagen: Stadtteilgespräch in Gohr/​Broich – Verkehr, Parken, Dorfentwicklung

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Dormagen – Fast 50 Gohrer und Broicher kamen am Mittwochabend ins Schützenhaus, um mit der Stadtverwaltung über die bau­li­che Entwicklung und die Verkehrssituation in ihrem Ort zu diskutieren. 

Zum Stadtteilgespräch hatte Bürgermeister Erik Lierenfeld ein­ge­la­den. Bereits im Vorfeld hatte sich über Themenvorschläge der Bürger abge­zeich­net, dass unter ande­rem das Thema Tempo 30 auf der B477 den Gohrern und Broichern am Herzen liegt.

Foto: Stadt
Foto: Stadt

Der Bürgermeister sagte den Anwesenden seine Unterstützung bei einem Bürgerantrag an „Straßen NRW“ zu und stellte sel­ber noch ein­mal eine in Aussicht, dass sich die Verwaltung des Themas noch ein­mal anneh­men werde. „Wenn wir hier von zwei Seiten arbei­ten, kann dies viel­leicht doch etwas mehr Erfolg ver­spre­chen.“ Zuvor hatte die Beigeordnete Tanja Gaspers auf die schwie­ri­gen Zusammenhänge zwi­schen dem Landesbetrieb Straßen NRW, der auch für die B 477 zustän­dig ist, und den Möglichkeiten der Stadt hin­ge­wie­sen. Geprüft wer­den durch die Verwaltung die Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung im Ort und in den Ortseingangsbereichen. Geprüft wird auch noch ein­mal die Sicherheit der Schulkinder ent­lang des Schulweges. Die frü­her schon ein­mal vor­han­de­nen „Markierungen“ mit klei­nen Kinderfüßen sol­len wie­der auf­ge­bracht werden.

Dass die Verwaltung das Thema Nahversorgung auch in Gohr stän­dig auf den „Arbeitszettel“ hat, machte der Bürgermeister deut­lich. „Nahversorger ste­hen bei uns nicht Schlange, um in Gohr etwas zu bauen. Dafür müsste es hier ver­mut­lich 5.000 Einwohner geben. Die Verwaltung kann sich jedoch vor­stel­len, an der B 477 zum Beispiel eine Tankstelle zu geneh­mi­gen, an der ein grö­ße­rer Shop hängt. Wir sind hier dran und wenn Sie hier Kontakte haben, dann immer her damit.“

Gottfried Koch, Leiter der Technischen Betriebe Dormagen (TBD), konnte über den Ausbau des Spielplatzes „In der Lüh“ berich­ten. „Die Ausschreibung ist erfolgt. Ich gehe davon aus, dass der Spielplatz in Oktober/​November die­sen Jahres fer­tig wird. Wir inves­tie­ren hier rund 20.000 Euro.

Nachdem die Anwohner im äußers­ten Westen Dormagens bereits im ver­gan­ge­nen Jahr von der man­geln­den Ortsdurchfahrt in Nievenheim und Ückerath gebeu­telt wur­den, stellte ihnen Koch auch in die­sem Jahr noch ein­mal kom­mende Verkehrsbehinderungen in Aussicht. Im Herbst wird die Druckwasserleitung vom Rückhaltebecken Gohr bis hin zum Ortsanschluss in Ückerath erneu­ert wer­den. Verbunden damit ist eine halb­sei­tige Sperrung der L35 zwi­schen Gohr und Ückerath mit Ampelregelung. Die zweite Behinderung wird sich durch den Bau des Kreisverkehrs in Nievenheim, Höhe Esso erge­ben, der eben­falls im zwei­ten Halbjahr gebaut wer­den soll.

Dass Gohr trotz leicht rück­läu­fi­ger Einwohnerzahlen Entwicklungsperspektiven hat, konnte Ralf Schenk vom Fachbereich Städtebau ver­deut­li­chen. „Die Friedhofserweiterungsfläche soll im Zuge einer Flächennutzungsplanänderung in Bauland umge­wan­delt wer­den. Eine wei­tere Möglichkeit gibt es am Friedhof, wo eben­falls eine Fläche für drei bis vier Einfamilienhäuser mög­lich ist.“ Der Bürgermeister sagte zu, dass die Verwaltung in bei­den Fällen die Möglichkeit eines Bieterverfahrens prüft.

Zum Schluss stellte Clemens Dieckmann, Geschäftsführer der Energieversorgung Dormagen (evd), noch ein­mal das Netzausbauprogramm von evd, TBD und NetCologne mit Glasfaserkabel zur schnel­len Internetversorgung vor. „Gohr wird einer der ers­ten Stadtteile sein, die im kom­men­den Jahr in den Genuss schnel­len Internets kommt.“ „Nutzen Sie das Angebot reich­lich, denn je mehr es sich rech­net, desto bes­ser ste­hen die Chancen, dass alle Stadtteile Dormagens an das Glasfasernetzwerk ange­schlos­sen wer­den kön­nen“, appel­liert der Verwaltungschef.

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