Dormagen: Sportvereine eini­gen sich über Prioritätenliste zur Platzsanierung

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Dormagen – Mit einem ein­stim­mi­gen Ergebnis endete das Gespräch der Dormagener Sportvereine zur Sanierung der städ­ti­schen Außensportanlagen. 

Gemeinsam emp­feh­len die Vereine dem Rat, zunächst den Sportplatz in Stürzelberg ein­schließ­lich der Umkleiden zu erneu­ern. Auf Platz zwei der Prioritätenliste steht Delrath. Danach folgt Horrem. Dort sind der Rasensportverein und die Türkische Jugend bereit, sich künf­tig die Sportanlage am Rudolf-​Harbig-​Weg zu teilen.

Im Gegenzug zu dem Neubau eines Kunstrasenplatzes soll der Sportplatz an der Realschule auf­ge­ben wer­den. Die Plätze vier bis sechs neh­men schließ­lich Delhoven, Gohr und Hackenbroich ein. „Wir haben mit die­sem Ergebnis einen sehr guten Kompromiss erzielt, der sowohl den Interessen des Sports als auch der finan­zi­el­len Lage unse­rer Stadt gerecht wird“, sagt Dormagens Kämmerin und Sportdezernentin Tanja Gaspers. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Sport-​Verbands Dormagen, Claus Radke, hatte sie die Vereine zu dem Treffen eingeladen.

Der Abstimmung ging eine gemein­same Inspizierung aller Sportanlagen in Kooperation mit dem städ­ti­schen Sportservice vor­aus. Bewertungskriterien waren dabei der Zustand des Platzes und der Umkleiden sowie die Anzahl der trai­nie­ren­den Mannschaften. „Ausschlaggebend dafür, dass Stürzelberg gegen­über Delrath letzt­lich auf Platz 1 rückte, war der noch drin­gen­dere Sanierungsbedarf in den Umkleiden, wäh­rend die Platzverhältnisse annä­hernd ver­gleich­bar sind“, erläu­tert Gaspers.

Ziel ist nun, das Sanierungsprogramm ab 2016 zügig umzu­set­zen“, so SVD-​Vorsitzender Radke. Jedes Jahr soll dabei eine Sportanlage erneu­ert wer­den. Darüber hin­aus beginnt in die­sem Jahr schon die vom Rat beschlos­sene Sanierung der Sportanlagen in Zons. „Am Ende die­ses Programms wer­den wir flä­chen­de­ckend Kunstrasenplätze im Stadtgebiet haben. Im Unterschied zu ande­ren Kommunen, wo zen­trale Bezirkssportanlagen ent­ste­hen, erhal­ten wir bei uns auch die gewach­se­nen Strukturen in den Stadtteilen“, macht Radke deutlich.

Die Vereine wol­len sich mit beträcht­li­chen Eigenleistungen an den Investitionen in die Zukunft des Dormagener Sports betei­li­gen. Wie beim jüngs­ten Sportplatzbau in Straberg soll ihre Beteiligung jeweils in Höhe von zehn bis 15 Prozent der Kosten lie­gen. Zur Finanzierung des Sanierungsprogramms trägt eben­falls die Einsparung von fünf Großspielfeldern im Stadtgebiet bei. Nicht nur an der Beethovenstraße ent­fällt ein Fußballplatz. Da Kunstrasenplätze inten­si­ver bespiel­bar sind, kön­nen auch in Zons, Delhoven, Hackenbroich und Horrem Spielfelder zusam­men­ge­legt wer­den. „Dies führt dau­er­haft zu jähr­li­chen Einsparungen von 150 000 Euro“, so Gaspers.

Mit der Empfehlung der Vereine wird sich der städ­ti­sche Sportausschuss nach den Sommerferien beschäf­ti­gen. Danach geht das Sanierungsprogramm in die Haushaltsberatungen des Rates. „Zu loben ist das gute Miteinander unse­rer Dormagener Sportvereine, die sich bei einem so schwie­ri­gen Thema eini­gen konn­ten“, bedankt sich Bürgermeister Erik Lierenfeld.

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