Korschenbroich: „Tag des Mädchenfußballs“ in Glehn – Glehner Finalisten schei­ter­ten erst im Achtmeterschießen

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Korschenbroich – Sie waren zwei­mal so nahe dran und stan­den am Ende dann doch mit lee­ren Händen da: Die U13 und die U15-​Mädchen des SV Glehn schei­ter­ten jeweils im Achtmeterschießen beim Kreispokalfinale und muss­ten damit den Siegerpokal den Kontrahentinnen aus Kaarst und Weißenberg überlassen. 

Dennoch gab es Grund zur Freude für die Mädchenabteilung beim SV Glehn, wur­den doch die U11 und die U17-​Mädchen für ihre kurz zuvor errun­gene Kreismeisterschaft geehrt.

Beim erst­mal unter der Regie des SV Glehn aus­ge­tra­ge­nen Mädchentag stand die Veranstaltung unter dem Motto „Kinder stark machen“ und wurde durch die Bundeszentrale für gesund­heit­li­che Aufklärung (BZgA) geför­dert. Beim eigens ein­ge­rich­te­ten Infostand konn­ten sich Eltern mit vie­len Materialien bedie­nen und informieren.

2015-06-14_Kor_TdM7Den Auftakt mach­ten die U11-​Mädchen, die bei noch leich­tem Regenwetter die SVG Weißenberg 2:0 (1:0) besieg­ten und anschlie­ßend von Staffelleiter Gürkan Bora mit klei­nen Figuren, einer Ehrenurkunde und einem gro­ßen Pokal für ihre Kreismeisterschaft geehrt wur­den. Selbstverständlich gin­gen auch die Mädchen aus Weißenberg nicht ohne eine Aufmerksamkeit nach Hause.

Das U13-​Finale zwi­schen der SG Kaarst und dem SV Glehn avan­cierte dann zum ers­ten Highlight des Tages: Die Glehner Jugendabteilung als Ausrichter für den Fußballkreis hatte sich eini­ges ein­fal­len las­sen, um den Mädchen einen wür­di­gen Rahmen für die Veranstaltung zu bie­ten. Mit Schiedsrichtergespann und Vereins- und DFB-​Fahnen lie­fen die Girls dann unter den Klängen der offi­zi­el­len Pokalhymne unter dem Jubel der Zuschauer ins Stadion ein. „Darüber hin­aus haben wir den Mädels ein Finalspielfeld mit allen Details eines Großfeldes mar­kiert und alle Spielerinnen nament­lich vor­ge­stellt. Das haben sie sich ein­fach ver­dient“, sagte Glehns Jugendleiter Norbert Jurczyk, der sich gemein­sam mit sei­nem Jugendvorstandsteam um die Durchführung kümmerte.

Fotos: SV Glehn - Imperssionen
Fotos: SV Glehn – Impressionen

Die sie­ges­ver­wöhn­ten Kaarster Mädchen tra­fen mit der Sieben von Erik Kellers auf einen uner­war­te­ten Gegner auf Augenhöhe, der die Gäste an den Rande einer Niederlage brachte. Elena Esser hatte die Gastgeberinnen in der 21. Minute in Führung gebracht, Jasmin Vermaleken glich zwei Minuten spä­ter für Kaarst aus. In der 26. Minute sorgte wie­derum Esser für den 2:1‑Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel drück­ten die Kaarsterinnen auf den Ausgleich und hat­ten durch Vermaleken die größte Ausgleichschance, als der Unparteiische Nikolai Tillmann-​Cahsor nach einem Foulspiel im Glehner Strafraum voll­kom­men zurecht auf den Achtmeterpunkt zeigte. Den unplat­ziert geschos­se­nen Strafstoß konnte Glehns Nummer Eins, Antonia Jurczyk, sicher parie­ren. Fast im Gegenzug hätte Glehn dann die Angelegenheit für sich ent­schei­den kön­nen, als Esser eben­falls acht­me­ter­reif gefoult wurde. Der Auswahlspielerin ver­sag­ten dann aber auch die Nerven und ihr Achtmeter ging neben das Tor.

Es begann eine Abwehrschlacht vor dem Glehner Tor, wobei die Kaarsterinnen so gut wie keine zwin­gende Torgefahr mehr erziel­ten konn­ten. In der zwei­ten Minute der Nachspielzeit nahm sich Vermaleken dann noch­mals ein Herz, spielte zwei Gegnerinnen im Strafraum aus und drosch den Ball zum 2:2 quasi mit dem Schlusspfiff in die Maschen. In der anschlie­ßen­den Achtmeterlotterie hat­ten die Kaarsterinnen dann das bes­sere Ende auf ihrer Seite: Nach einer 3:0‑Führung parierte Jurczyk noch­mals zwei Achtmeter und Glehn konnte noch­mals zum 3:3 aus­glei­chen. Nach einem wei­te­ren Fehlschuss sieg­ten die Kaarsterinnen dann glück­lich 4:3.

Nicht min­der span­nend ver­lief das U15-​Finale zwi­schen Glehn und der SVG Weißenberg. Nachdem die Partie über 20 Minuten aus­ge­gli­chen ver­lief, sorgte ein Doppelschlag von Elisa Rüter in der 25. und 31. Minute für eine ver­meint­lich sichere 2:0‑Führung zuguns­ten der Neusserinnen. In der 33. Minute drehte Glehns Sturmführerin Emily Ribeiro dann so rich­tig auf und traf inner­halb von nur 70 Sekunden mit zwei plat­zier­ten Schüssen zum 2:2‑Ausgleich, was ihren Trainer Markus Birkmann zu einem der­art hohen Freudensprung ver­an­lasste, dass man sich Sorgen um eine ver­let­zungs­freie Landung machen musste.

In der zwei­ten Spielhälfte drehte der dritte Treffer von Ribeiro in der 53. Minute die Partie dann voll­ends und nach dem 3:2 sahen die Gastgeber wie der sichere Sieger aus, denn die Weißenbergerinnen kamen kaum noch gefähr­lich vor das Glehner Tor. Die SV-​Mädels hat­ten mit der unge­mein lauf­freu­di­gen und flin­ken Rüter die bes­ter Weißenberger Spielerin mit ver­ein­ten Kräften aus dem Spiel genom­men. Hannah Spangenberger hätte in der 67. Minute die Nerven der zahl­rei­chen Glehner Fans beru­hi­gen kön­nen, doch im Eins-​gegen-​Eins schei­terte die Glehner Stürmerin an Weißenbergs Keeperin Anna-​Lena Holzenleuchter. Ein ein­zi­ges Mal konnte dann Rüter der Glehner Abwehr doch noch ent­wi­schen und eine Minute vor Spielende sorgte der Blondschopf für den nicht mehr für mög­lich gehal­te­nen 3:3‑Ausgleich.

Erneut musste also das Achtmeterschießen über Sieg und Niederlage ent­schei­den und erneut hat­ten die Glehner Mädchen beim 1:3 nicht das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. „Der Pokalsieg wäre das i‑Tüpfelchen auf eine sehr starke Saison unse­rer Mädels gewe­sen“ sagte Glehns zwei­ter Trainer Georg Goffin nach der Partie. Immerhin wur­den die Glehnerinnen in ihrer ers­ten Saison auf dem 9er-​Feld gleich Zweite in ihrer Gruppe.

Beim zwi­schen­zeit­li­chen Einlagespiel der U9-​Mädchen des SV Glehn gegen die SV-​Bambinis wurde dann schnell klar, warum der Mädchenfußball in Glehn vor einer gro­ßen Zukunft steht. Betreut von drei aus­ge­bil­de­ten Trainern mit Thomas Neuenhausen, Marcus Leipert und Stefan Graß zeigte die erst im Sommer gerün­dete Mannschaft viel Leidenschaft und Spielfreunde und konnte den nicht min­der spiel­star­ken Jungs immer­hin zwei Treffer ein­schen­ken. Groß war dann die Freude über die „Belohnung“ für die guten Leistungen durch einen Pokal von Kreis-​Mädchenfußballchef Bora.

Auf des Messers Schneide stand bis zum Schlusspfiff das U17-​Finale zwi­schen dem SV Rosellen und dem SV Hemmerden. Die als hohe Favoriten ange­tre­te­nen Neusserinnen spiel­ten zwar einen tech­nisch gepfleg­ten Fußball, konn­ten aber die Hemmerdener Abwehr nur sel­ten in Verlegenheit brin­gen. Die Hemmerdenerinnen setz­ten vor allem in den ers­ten 40 Minuten aber auch nur allen­falls spo­ra­disch „Nadelstiche“ vor dem Rosellener Tor. In der 51. Minute gelang Natalie Ulber dann das „Tor des Tages“ zuguns­ten der Grevenbroicherinnen und das U17-​Finale endete mit einer faust­di­cken Überraschung.

Zum Abschluss der Veranstaltung ver­ab­schie­dete der SV Glehn dann noch sei­nen FSJler Marc Krause, des­sen Freiwilliges Soziales Jahr am 30. Juni endet. Mit Fabio Fusaro tritt am 15. August der Nachfolger sei­nen Dienst an und wird vor allem auch im Mädchenfußball beim SV Glehn wirken.

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