Kaarst: Kita-​Streik dau­ert an – Elterninitiative ist willkommen

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Für die Tagesbetreuung der Kinder im Vorschulbereich sind (neben den Tagesmüttern und –vätern) 17 Kindertageseinrichtungen in Betrieb (neun in kirch­li­cher oder freier Trägerschaft; acht Tageseinrichtungen in städ­ti­scher Trägerschaft).

Fünf Kindertageseinrichtungen (alle in städ­ti­scher Trägerschaft) sind von den Streikmaßnahmen der Gewerkschaften betrof­fen: Alte Heerstraße, Büdericher Straße, Bussardstraße, Kölner Straße, Lichtenvoorder Straße. Für die bestreik­ten Kindertagesstätten wer­den in der Kita Büdericher Straße und der Kita Lichtenvoorder Straße Notgruppen unterhalten.

Die Anzahl der benö­tig­ten Notgruppenplätze (Bedarf) wird tages­scharf ermit­telt, des­glei­chen die tag­täg­lich (1) erfor­der­li­chen und (2) ver­füg­ba­ren Pflegepersonalpotentiale bei der Stadt Kaarst. Ziel ist es, wei­test­ge­hende Tagesbetreuung in den Notgruppen zu ermög­li­chen und fort­lau­fend zu unterstützen.

Um die­ses Ziel im Interesse der betrof­fe­nen Eltern mög­lichst gut zu errei­chen, sind fol­gende Maßnahmen getroffen:

  • fort­lau­fende Überprüfung und Fortschreibung aller Maßnahmen für die bestreik­ten Kitas,
  • kein Urlaub für erzie­he­risch geschul­tes Personal und erfor­der­li­che Verwaltungskräfte,
  • täg­li­che Neudisposition unter Berücksichtigung Bedarf/​Personalpotential,
  • bis zu zwei Personen des Sozialen Dienstes wech­seln bei Bedarf aus der Familienarbeit in die Kita-Arbeit,
  • Personal aus den „im Normaldienst“ lau­fen­den städ­ti­schen Kitas wird für Notgruppenbetrieb zeit­weise umgesetzt,
  • Kräfte der Jugendhilfe wech­seln bei Bedarf in die Kita-Arbeit,
  • Stadt stellt ab sofort Räumlichkeiten für Elterninitiativen auf Grundlage eines Vertrags mit Eltern(-beirat) oder Förderverein zur Verfügung,
  • wäh­rend der Geschäftszeiten fort­lau­fende Ansprechbarkeit der Dienstkräfte des städ­ti­schen Jugendamtes und der betrie­be­nen Kitas,
  • schnelle Prüfung aller Verbesserungsvorschläge; prak­ti­sche Vorschläge sind willkommen.

Heute, am 1. Juni 2015, ste­hen 143 Notplätze zur Verfügung. Morgen, 2. Juni 2015 ste­hen 175 Notplätze zur Verfügung. Damit wird der jewei­lige Bedarf vor­aus­sicht­lich gedeckt.

Der Streik läuft seit 11. Mai 2015. Nach den bis­he­ri­gen Erfahrungen hat sich eine auf die Kindertagesstätten als ein­zelne Einrichtungen bezo­gene Vorgehensweise bewährt. Das Jugendamt arbei­tet die jeweils aktu­ell erfor­der­li­chen Maßnahmen aus. Die nicht bestreik­ten Kitas und der Personalrat unter­stüt­zen. Damit wird die in der Situation mög­li­che Effektivität von Maßnahmen gestützt. 

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