Meerbusch: Lärmaktionsplanung Schiene – Öffentlichkeitsbeteiligung bis Ende Juni ver­län­gert

Meerbusch – Eine der Hauptlärmquellen in den Stadtteilen Osterath und Ossum‐​Bösinghoven ist der Eisenbahnlärm.

Die im letz­ten Jahr abge­schlos­sene Lärmkartierung hat bestä­tigt, dass die Lärmbelastung der in der Nähe der Bahnlinie leben­den Menschen zum Teil erheb­lich ist.

Möglichkeiten der Stadt gering

Die Möglichkeiten der Stadt Meerbusch, hier Abhilfe zu schaf­fen, sind aller­dings gering: Für den Bahnbetrieb ist sie nicht zustän­dig, und alle bis­he­ri­gen Versuche, bei der Bahn oder dem Bund Verbesserungen für die Anwohner zu erzie­len, blie­ben noch ohne Erfolg.

Zuletzt haben sich der Planungs‐ und der Umweltausschuss in einer gemein­sa­men Sitzung mit dem Thema beschäf­tigt. Das Thema wird dem­nächst in einem inter­frak­tio­nel­len Arbeitskreis wei­ter behan­delt, um aus­zu­lo­ten, wo die Stadt selbst mög­li­cher­weise zu einer Verbesserung der Situation bei­tra­gen kann.

Wo füh­len Sie sich beläs­tigt?

Unterdessen haben beim Eisenbahn‐​Bundesamt, das seit Anfang die­ses Jahres zustän­dig ist, die Vorbereitungen für die Erarbeitung eines bun­des­wei­ten „Lärmaktionsplans Schiene” begon­nen. Hierfür wird zunächst eine Beteiligung der Öffentlichkeit durch­ge­führt. „Im Beteiligungsprozess der Lärmaktionsplanung bekom­men Sie die Möglichkeit, sich zu Ihrer per­sön­li­chen Lärmsituation zu äußern”, so das Bundesamt in sei­nem Aufruf. „Wenn Sie sich ange­mel­det haben, kön­nen Sie ein­zelne Orte ange­ben, an denen Sie sich durch Schienenlärm an Haupteisenbahnstrecken beläs­tigt und gestört füh­len.” Die Teilnahme an der Befragung gibt dem Eisenbahn‐​Bundesamt die Möglichkeit, eine Betroffenheitsanalyse der durch Schienenverkehrslärm belas­te­ten Personen vor­zu­neh­men. Auf der Grundlage die­ser Analyse und auf­grund der Betroffenheitsanalyse durch die Lärmkartierung kön­nen lang­fris­tig Maßnahmen ange­regt wer­den, um die Lärmbelastung zu sen­ken.

Woher kommt der Lärm genau?

Das Eisenbahn‐​Bundesamt: „Damit haben Sie die Möglichkeit, die Belastung durch Eisenbahnlärm bei Ihnen zu beschrei­ben und auf Probleme in dem Zusammenhang auf­merk­sam zu machen. Weiterhin kön­nen Sie uns wich­tige Informationen bezüg­lich Immissions‐ und Emissionsort geben. Ihre Angaben hel­fen uns dabei, die Lärmaktionsplanung ziel­ge­rich­tet auf­zu­stel­len.”

Die Stadt Meerbusch begrüßt diese Aktion. „Auch wenn es keine schnelle Lösung für die Lärmprobleme gibt, ist hier­mit end­lich ein Anfang gemacht”, betont Frank Maatz, Erster Beigeordneter und zustän­di­ger Umweltdezernent. „Selbst wenn der gesamte Prozess lang­fris­tig aus­ge­rich­tet ist, kön­nen wie nur allen Betroffenen emp­feh­len, sich an der Befragung zu betei­li­gen und ihre Betroffenheit dar­zu­le­gen.”

Die Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgt in die­ser ers­ten Stufe aus­schließ­lich im Internet. Über den Link www​.laer​mak​ti​ons​pla​nung​-schiene​.de gelangt man auf die Startseite. Stellungnahmen kön­nen bis ein­schließ­lich 31. Mai 2015 abge­ge­ben wer­den.

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