Enkeltrickbetrüger wie­der im Rhein-​Kreis – lei­der ein­mal erfolg­reich

Neuss /​Rhein-​Kreis Neuss (ots) – Sehr häu­fig hat die Polizei im Rhein-​Kreis Neuss über die so genannte Enkeltrickmasche berich­tet. Mit der Unterstützung unse­rer ört­li­chen Medien zeigte sich eine deut­li­che Wirkung bei den Seniorinnen und Senioren.

Sie taten in vie­len Fällen genau das, was die Polizei sich wünscht. Sie waren grund­sätz­lich miss­trau­isch, lehn­ten Geldübergaben an fremde Menschen kate­go­risch ab und haben beim gerings­ten Verdacht das Telefongespräch been­det und schließ­lich bei dem Verwandten ange­ru­fen, der angeb­lich in finan­zi­el­ler Not ste­cken soll und auch die Polizei über sol­che Anrufe infor­miert.

Aus aktu­el­lem Anlass warnt die Polizei jetzt wie­der vor Betrügern, die mit die­ser „Enkeltrickmasche” unter­wegs sind.

Am Dienstagnachmittag (26.05.) fiel eine Seniorin aus Neuss dem „Enkeltrick” zum Opfer. Am Nachmittag mel­dete sich ein männ­li­cher Anrufer bei der 77-​jährigen Frau und gab sich ihr gegen­über als ihr Cousin aus. Der Mann schil­derte der Seniorin, drin­gend Bargeld zu benö­ti­gen.

Die Ausführungen klan­gen für die ältere Dame glaub­haft, da sie den Anrufer tat­säch­lich für ihren Verwandten hielt. Der Anrufer wollte eine Frau vor­bei schi­cken, die den Betrag abho­len würde. Dies geschah dann auch circa 30 Minuten spä­ter.

Während der angeb­li­che Cousin das Telefonat auf­recht hielt, holte eine unbe­kannte weib­li­che Person einen vor­han­de­nen höhe­ren Bargeldbetrag ab. Wenig spä­ter stellte die Geschädigte nach einem Telefonat mit dem „ech­ten” Cousin fest, dass sie betro­gen wor­den war.

Die Frau, die als Mitglied die­ser Bande, das Geld abge­holt hat, war etwa 155 cm – 160 cm groß und etwa 70 Kg schwer.

Sie hatte ein run­des Gesicht und schwarze Haare, trug eine schwarze Strickjacke und wird als süd­län­di­scher Typ beschrie­ben.

Wer Hinweise zu die­ser Frau geben kann, wird um einen Anruf bei der Polizei (02131/​3000) gebe­ten. Dies gilt ins­be­son­dere für die Fahrer von Taxen, die zur genann­ten Tatzeit (Dienstag, 25.05., gegen 16.00 Uhr) Fahrten in den Bereich der Nettestraße in Norf hat­ten.

Erfahrungsgemäß hal­ten sich Gruppen die­ser Betrüger für einen län­ge­ren Zeitraum in einem bestimm­ten Gebiet auf. Daher ist nicht aus­zu­schlie­ßen, dass es in den nächs­ten Tagen zu wei­te­ren Betrugsversuchen kommt. Derartige Vorkommnisse soll­ten unver­züg­lich der Polizei gemel­det wer­den. Angehörige von älte­ren Menschen, die noch alleine in ihren Wohnungen leben, soll­ten mit den Seniorinnen und Senioren über die Masche der Betrüger spre­chen.

Alleine am Dienstag haben in fünf wei­te­ren Fällen in Meerbusch, Neuss-​Rosellen, Dormagen-​Delrath, Kaarst-​Driesch und Kaarst-​Innenstadt angeb­lich in Not befind­li­che Verwandte bei älte­ren Menschen ange­ru­fen, um auf betrü­ge­ri­sche Weise an Geld zu kom­men.

Durch reso­lute und miss­traui­sche Reaktionen der Betroffenen kamen die Betrüger in die­sen Fällen nicht zum erhoff­ten Ziel.

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