Jüchen: Kriegsgräber am Nikolauskloster wer­den restauriert

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Mehr als 1,8 Millionen deut­sche und aus­län­di­sche Kriegstote des Ersten und Zweiten Weltkrieges ruhen auf Friedhöfen in der Bundesrepublik Deutschland. 

Im Regierungsbezirk Düsseldorf wur­den von 1922 bis 1952 auf 414 Friedhöfen für ins­ge­samt 75.709 Opfer der Weltkriege Gräber errichtet.

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wur­den inner­halb Deutschlands im Gräbergesetz fest­ge­legt. Um den Kriegsopfern zu geden­ken und Kriegsgräber zu erhal­ten, ist schon seit 1922 gesetz­lich gere­gelt, dass die Gräber dau­er­haft bestehen blei­ben. Hierbei haben die Länder Maßnahmen zur Erhaltung der Gräber zu tref­fen, ins­be­son­dere sind Kriegsgräberanlagen zu pfle­gen und instand zu halten.

Hierfür stellt der Bund dem Land NRW jähr­lich Mittel in Höhe von ca. 1,4 Mio. Euro zur Verfügung. Die Bezirksregierung ist für die Bewilligung und Verteilung der zur Verfügung ste­hen­den Mittel zustän­dig, da diese Aufgabe an die Friedhofsträger dele­giert wurde, die für ihre Aufwendungen zu ent­schä­di­gen sind. Für das Gebiet der Gemeinde Jüchen ist dies die Bezirksregierung in Düsseldorf.

Auch auf dem Gelände des Nikolausklosters befin­det sich eine Kriegsgräberanlage, die von der Gemeinde Jüchen unter­hal­ten wird. In die­ser Kriegsgräberstätte ruhen 24 Kriegstote. Nachdem Bürgermeister Harald Zillikens dort eine Begehung vor­ge­nom­men und fest­ge­stellt hat, dass sich die Grabstätten in einem nicht wür­di­gen Zustand befin­den, hat die Gemeinde Jüchen Mittel für eine Sonderinstandsetzung beantragt.

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat nun mit­tels Bewilligungsbescheid zur Instandsetzung der dor­ti­gen Kriegsgräber eine pau­schale Mittelzuweisung von 25.000 Euro festgesetzt.

Mit der Mittelbewilligung kön­nen nun in Absprache mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die stark beschä­dig­ten Kissensteine durch Grabkreuze ersetzt wer­den. Ebenfalls kann die Instandsetzung der Treppe sowie eine Abtragung und Neuanlegung der Grün-​/​Grasfläche vor­ge­nom­men wer­den. Mit den Arbeiten soll vor­aus­sicht­lich im August begon­nen wer­den, abge­schlos­sen wird die Grundsanierung in die­sem Jahr.

Die Kriegsgräber sol­len für zukünf­tige Generationen die Erinnerung an die Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft wach hal­ten. Deshalb ist es beson­ders wich­tig, diese Stätten wür­dig zu bewah­ren“, so Bürgermeister Harald Zillikens.

Auch Pater Felix Rehbock, Leiter der Klostergemeinschaft, freut sich auf die im Sommer begin­nen­den Arbeiten. „Aus Gründen der Sicherheit der Besucher ist es wich­tig, dass die Zuwegung neu ver­legt wird und die Natursteinplatten gründ­lich gesäu­bert wer­den“, so der Klosterchef.

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